Mit diesen Änderungen starten wir ins Jahr 2026
Das Jahr 2026 bringt in Deutschland zahlreiche Neuerungen: Sinkende Energiepreise, höhere Löhne und Rentenregelungen, Steuererleichterungen, Investitionen in Milliardenhöhe sowie neue Vorschriften in den Bereichen Verkehr, Arbeit, Familie, Umwelt und Digitalisierung. Verbraucherinnen und Verbraucher, Beschäftigte, Rentnerinnen und Rentner sowie Unternehmen profitieren gleichermaßen von umfassenden Reformen.
ENERGIE
• Entlastung beim Gaspreis
- Ab dem 1. Januar 2026 entfällt die sogenannte Gasspeicherumlage vollständig.
- Die Bundesregierung überwacht, dass die Entlastung direkt an die Endkundinnen und Endkunden weitergegeben wird.
- Ziel ist es, private Haushalte und Unternehmen spürbar bei den Gasrechnungen zu entlasten.
• Sinkende Stromkosten
- Ab 2026 werden private Haushalte und Unternehmen bei den Stromkosten entlastet.
- Ein Bundeszuschuss wird von den Netzbetreibern bei der Berechnung der Netzentgelte berücksichtigt.
- Die Entlastung kommt über die Stromanbieter direkt bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an.
- Für produzierende Unternehmen und Landwirte bleibt die Stromsteuer dauerhaft niedrig.
- Zusammen mit dem Wegfall der Gasspeicherumlage ergibt sich eine Entlastung von rund zehn Milliarden Euro.
VERTEIDIGUNG
• Wehrdienst wird modernisiert
- Ab 2026 sollen alle 18-jährigen Frauen und Männer einen Fragebogen zur Motivation und Eignung für den Dienst in der Bundeswehr erhalten.
- Für Männer ist die Teilnahme verpflichtend, für Frauen freiwillig.
- Interessierte Personen durchlaufen anschließend ein Assessment zur Feststellung ihrer Eignung.
FINANZEN UND STEUERN
• Bundeshaushalt 2026: Investitionen in die Zukunft
- Mit dem Bundeshaushalt 2026 setzt die Bundesregierung ihre Investitionsoffensive fort.
- Über 128 Milliarden Euro fließen in Verkehrsinfrastruktur, Bildung, Digitalisierung, Wohnungsbau sowie innere und äußere Sicherheit.
- Die drei Leitlinien: Investitionen, Strukturreformen und Haushaltskonsolidierung.
• Mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung
- Die steuerliche Forschungszulage wird ausgeweitet.
- Die Bemessungsgrenze steigt von 10 auf 12 Millionen Euro.
- Mehr Kostenarten werden förderfähig, pauschale Abschläge reduzieren Bürokratie.
• Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos verlängert
- Die Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird um fünf Jahre verlängert – bis 31. Dezember 2030.
- Auch ab 2026 neu zugelassene E-Autos profitieren weiterhin bis zu zehn Jahre von der Steuerfreiheit.
• Steuerentlastungspaket für Bürgerinnen und Bürger
- Pendlerpauschale: dauerhaft 38 Cent pro Kilometer.
- Mehrwertsteuer in der Gastronomie: Senkung auf 7 Prozent für Speisen.
- Steuerliche Vergünstigungen für Gewerkschaftsbeiträge und Parteispenden.
- Ehrenamt wird gestärkt, unter anderem durch höhere Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen.
• Härteres Vorgehen gegen Schwarzarbeit
- Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Zoll wird deutlich gestärkt.
- Datenaustausch mit Sicherheitsbehörden wird verbessert.
- Große Datenmengen werden systematisch – auch mit Künstlicher Intelligenz – ausgewertet.
- Mitwirkungspflichten für risikobehaftete Unternehmen werden verschärft.
STAATSMODERNISIERUNG
• Digitales Bürokratiemeldeportal gestartet
- Über das Portal „EinfachMachen“ können Bürgerinnen und Bürger bürokratische Hürden melden.
- Ziel ist eine moderne, schlanke und handlungsfähige Verwaltung.
ARBEIT
• Mindestlohn steigt
- Ab Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde.
- Ab 2027 steigt er weiter auf 14,60 Euro.
- Mehr als sechs Millionen Beschäftigte profitieren.
• Neue Grenzen für Mini- und Midi-Jobs
- Minijob-Grenze: 603 Euro monatlich im Jahresdurchschnitt.
- Midi-Job (Übergangsbereich): ab 603,01 Euro.
• Sozialer Schutz für Paketboten
- Das Paketboten-Schutzgesetz wird entfristet.
- Auftraggeber haften für Sozialversicherungsbeiträge von Subunternehmern.
- Ziel: weniger Scheinselbstständigkeit und bessere Arbeitsbedingungen.
• Mindestausbildungsvergütung steigt
- Ab 1. Januar 2026 erhalten Auszubildende im ersten Lehrjahr mindestens 724 Euro brutto pro Monat.
- Das entspricht einer Steigerung von rund 6,2 Prozent.
• Kurzarbeitergeld: Planungssicherheit
- Die maximale Bezugsdauer von 24 Monaten bleibt bestehen.
SOZIALES
• Regelsätze bei Bürgergeld und Sozialhilfe
- Die Regelsätze bleiben 2026 unverändert.
- Alleinstehende erhalten weiterhin 563 Euro pro Monat.
• Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung
- Beitragsbemessungsgrenzen in Kranken- und Rentenversicherung steigen.
- In der gesetzlichen Krankenversicherung auf 5.812,50 Euro monatlich.
• Künstlersozialversicherung: Beitragssatz sinkt
- Der Abgabesatz sinkt von 5,0 auf 4,9 Prozent.
- Mehr als 190.000 selbstständige Künstlerinnen, Künstler und Publizierende profitieren.
PFLEGE
• Qualifikationen von Pflegekräften besser nutzen
- Pflegefachpersonen erhalten mehr Entscheidungsbefugnisse.
- Beispielsweise im Management chronischer Erkrankungen.
- Alternative Wohn- und Pflegeformen werden gezielt gefördert.
RENTE
• Rentensystem bleibt stabil
- Das Rentenniveau wird bis 2031 bei 48 Prozent gesichert.
- Für vor 1992 geborene Kinder werden drei Jahre Kindererziehungszeit angerechnet.
- Die Weiterarbeit nach Erreichen der Regelaltersgrenze wird erleichtert.
• Aktivrente: Steuerfreier Hinzuverdienst
- Ab 2026 können Rentnerinnen und Rentner bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen.
• Erwerbsminderungsrente: Höhere Hinzuverdienstgrenzen
- Volle Erwerbsminderung: rund 20.700 Euro jährlich.
- Teilweise Erwerbsminderung: rund 41.500 Euro jährlich.
- Die Zurechnungszeit verlängert sich, die Renten steigen.
• Anhebung des Renteneintrittsalters
- Jahrgang 1960: Renteneintritt mit 66 Jahren und 6 Monaten.
- Ab Jahrgang 1964 gilt die Altersgrenze von 67 Jahren.
- Für besonders langjährig Versicherte steigt die Grenze schrittweise auf 65 Jahre.
• Höhere Beiträge für freiwillig Versicherte
- Mindestbeitrag: 112,16 Euro, Höchstbeitrag: 1.571,70 Euro.
- Steuerpflichtiger Rentenanteil für Neurentner: 84 Prozent.
FAMILIE
• Kindergeld wird erhöht
- Ab Januar 2026 steigt das Kindergeld auf 259 Euro pro Kind und Monat.
- Die Anpassung erfolgt automatisch, kein Antrag erforderlich.
VERKEHR
• Neue Sicherheitsstandards für Fahrzeuge
- Ab 7. Januar 2026 müssen neue Bus- und Lkw-Typen mit Unfalldatenspeichern ausgestattet sein.
- Verbesserte Sichtfelder sollen tote Winkel reduzieren.
• Deutschlandticket
- Monatspreis ab 2026: 63 Euro.
- Bund und Länder finanzieren das Ticket bis 2030 mit jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich.
• Führerschein-Umtausch
- Führerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001 müssen bis 19. Januar 2026 umgetauscht werden.
- Neue Führerscheine sind auf 15 Jahre befristet.
JUSTIZ
• Höhere Vergütung für Betreuer und Vormünder
- Ab Januar 2026 steigen die Vergütungen spürbar.
• Höhere Streitwertgrenzen
- Anpassung der Wertgrenzen bei Berufungen und Beschwerden an die Inflation.
• Digitale Gerichtsverfahren
- Zahlungsansprüche können künftig vollständig online bei Amtsgerichten geltend gemacht werden.
INNERE SICHERHEIT UND IT
• Mehr Cybersicherheit durch NIS-2
- Neue EU-weite Sicherheitsstandards für Unternehmen und Behörden.
- Besonders relevant für Gesundheit, Energie und kritische Infrastruktur.
LANDWIRTSCHAFT
• Agrardiesel-Subvention kehrt zurück
- Ab 2026 Erstattung von 21,48 Cent pro Liter Diesel.
- Entlastung der Branche um rund 430 Millionen Euro jährlich.
UMWELT UND KLIMASCHUTZ
• Elektroschrott einfacher entsorgen
- Alte Elektrogeräte, einschließlich E-Zigaretten, können kostenlos zurückgegeben werden.
- Mehr Recycling, weniger Brandgefahr.
• CO₂-Preis: Gedämpfter Anstieg
- Der Preis bewegt sich 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne.
• Erleichterungen beim CO₂-Grenzausgleich (CBAM)
- Kleine Unternehmen mit Importen unter 50 Tonnen pro Jahr sind befreit.
- Rund 90 Prozent der Unternehmen fallen nicht mehr unter die Regelung.
VERBRAUCHERSCHUTZ
• Neues Vergiftungsregister startet
- Beim Bundesinstitut für Risikobewertung werden Vergiftungsfälle zentral erfasst.
- Risiken von Alltagsprodukten können frühzeitig erkannt und reguliert werden.
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