Funda Gür: „Hamburg lebt von seiner Vielfalt“/ “Hamburg, çeşitliliğiyle yaşıyor”

Ramis KILICARSLAN

Hamburgs Staatsrätin für Soziales und Integration, Funda Gür, war zu Gast beim Pressefrühstück von Objektiv News. Im Gespräch äußerte sich Gür zu ihrer eigenen Einwanderungsgeschichte, Chancengerechtigkeit, Integration und den sozialpolitischen Herausforderungen Hamburgs.
Einen besonderen Schwerpunkt setzte sie auf die Förderung junger Menschen mit Migrationsgeschichte: „Was mir ganz besonders am Herzen liegt, ist das Empowerment von jungen Menschen mit migrantischen Wurzeln.“

„Es ist eine große Ehre“

Objektiv News: Frau Gür, Sie sind die erste Staatsrätin in Hamburg mit eigener Einwanderungsgeschichte. Wie haben Sie Ihre Berufung in dieses Amt erlebt? Empfinden Sie dadurch eine besondere Verantwortung und sehen Sie sich auch als Vorbild?
Funda Gür: Meine Berufung in das Amt der Staatsrätin, und zwar als erste türkischstämmige Staatsrätin in Hamburg, hat eine besondere Bedeutung. Sie hat für mich persönlich eine besondere Bedeutung, aber ich glaube, auch für die Verwaltung und das Staatsrätekollegium.
Es ist eine große Ehre und ein besonderes Privileg, diese Aufgabe übernehmen und in dieser Funktion für meine Stadt Hamburg tätig sein zu dürfen.
Gleichzeitig geht damit eine wichtige Vorbildfunktion einher, die ich sehr gerne wahrnehme. Es ist ein Signal an viele Menschen mit Migrationsgeschichte, insbesondere an junge Menschen, die es nicht immer leicht haben.
Ich möchte zeigen, wie weit man es schaffen kann und dass Bildung dabei ein ganz wichtiger Faktor ist. Als Kind einer klassischen Gastarbeiterfamilie habe ich diesen Weg vor allem dadurch eingeschlagen, dass ich meine Schulbildung sehr ehrgeizig vorangetrieben habe. Für meine Stadt jetzt in dieser Position
etwas tun und bewegen zu dürfen, empfinde ich als eine große Ehre.

Weniger Bürokratie, mehr Teilhabe

Objektiv News: Welche sozialpolitischen Themen stehen für Sie derzeit
besonders im Mittelpunkt und wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

Funda Gür: Wir befinden uns aktuell in einer Phase, in der sehr viele Reformen vorangetrieben werden. Im Bereich Soziales finden zahlreiche Reformen auf Bundesebene statt, an denen wir als Hamburg maßgeblich beteiligt sind und unsere Impulse einbringen.
Bei der Sozialstaatsreform wollen wir Digitalisierung und die Vereinfachung von Prozessen vorantreiben, um Verfahren einfacher und bürgerfreundlicher zu gestalten und dadurch eine deutliche Erleichterung für Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit den entsprechenden Verfahren zu erreichen.
Auch beim Dialogprozess Eingliederungshilfe geht es darum, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung dauerhaft zu gewährleisten und gleichzeitig u.a. Verfahren so zu vereinfachen, dass sie für Antragstellerinnen und Antragsteller weniger bürokratisch sind und damit idealerweise auch schneller.
Ein weiterer Schwerpunkt in Hamburg ist die Unterbringung von Geflüchteten und Schutzsuchenden. Wir wollen öffentlich-rechtliche Unterkünfte (örU) weiterentwickeln. Dazu gehören sowohl die Sanierung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung bestehender Unterkünfte als auch der Neubau mit dem
Ziel, nachhaltig längerfristige örU-Standorte zu generieren. So vermeiden wir unnötige Auf- und Abbauten, schaffen mehr Stabilität vor Ort und gehen zugleich ressourcenschonend mit den vorhandenen Mitteln um. Das Ziel muss aber sein, dass die Menschen aus diesen Unterkünften herauskommen,
eigenen Wohnraum finden und in Arbeit kommen, damit sie gleichberechtigt leben und teilhaben können.

„Ein Ihr und ein Wir darf sich nicht verfestigen“

Objektiv News: Welche Verantwortung tragen Politik und Verwaltung, damit gesellschaftlicher Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit auch in Zukunft erhalten bleiben?

Funda Gür: Wir als Verwaltung und die Politik insgesamt haben hier eine große Verantwortung. Reformen müssen so gestaltet werden, dass sie am Ende tatsächlich einen Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger bringen. Wenn Verwaltungsarbeit einfacher wird, können Dinge schneller und unbürokratischer geschehen.
Was mir ganz besonders am Herzen liegt, ist das Empowerment von jungen Menschen mit migrantischen Wurzeln. Gerade in der heutigen Zeit spüren wir in öffentlichen Debatten immer wieder ein „Ihr“ und ein „Wir“. Das darf sich in unserer Gesellschaft nicht verfestigen.
Wir müssen junge Menschen stärken, die hier geboren sind und eine Migrationsgeschichte haben, sich aber teilweise noch immer nicht zugehörig fühlen oder als nicht zugehörig angesehen werden.
Besonders wichtig ist mir auch das Empowerment junger Frauen. Ich habe selbst zwei Töchter, deshalb ist das für mich ein besonderes Anliegen. Ebenso gehört der Schutz von Frauen vor Gewalt zu unseren Schwerpunkten. Die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in Hamburg werden wir in den
kommenden Jahren politisch sehr aktiv begleiten.

„Ich bin Staatsrätin für alle Hamburgerinnen und Hamburgern“

Objektiv News: Welche Botschaft möchten Sie den Hamburgerinnen und
Hamburgern mit auf den Weg geben?

Funda Gür: Meine Botschaft an die Hamburgerinnen und Hamburger mit und ohne Migrationshintergrund ist: Ich bin Staatsrätin für Soziales und Integration für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Das möchte ich noch einmal betonen.
Unsere Stadt lebt davon, dass wir vielfältig sind, respektvoll miteinander umgehen und Verantwortung füreinander übernehmen. Wir müssen für alle Menschen faire Chancen eröffnen und einander auf Augenhöhe begegnen. Das ist gerade in der vulnerablen Zeit, in der wir aktuell leben, ein ganz wichtiger
Aspekt. Hamburg war immer eine sehr solidarische Metropole. Das hat sich auch während der Debatte rund um das Thema „Remigration“ gezeigt, als sehr viele Menschen in Hamburg auf die Straße gegangen sind und protestiert haben. Ich war damals mit meinen Kindern dabei. Es hat mir ein sehr gutes Gefühl
gegeben, Teil dieser Stadt zu sein und Menschen zu begegnen, die ebenfalls dafür einstehen, dass Hamburg eine weltoffene Stadt ist und bleibt. Natürlich müssen wir uns alle an Regeln halten – so funktioniert Demokratie. Aber Hamburg soll eine Stadt bleiben, die respektvoll mit allen Menschen
umgeht, die hier leben.

Hamburgs Staatsrätin für Soziales und Integration, Funda Gür, war zu Gast beim Pressefrühstück von Objektiv News

Funda Gür: “Hamburg, çeşitliliğiyle yaşıyor”

Hamburg Sosyal İşler ve Uyumdan Sorumlu Eyalet Müsteşarı Funda Gür, Objektiv News’in basın kahvaltısına konuk oldu. Gür, söyleşide kendi göç geçmişinden fırsat eşitliğine, uyum politikalarından Hamburg’un karşı karşıya olduğu sosyal politika sorunlarına kadar birçok konuda önemli açıklamalarda bulundu. Özellikle göçmen kökenli gençlerin desteklenmesine dikkat çeken Gür, “Benim için özellikle önemli olan konulardan biri, göçmen kökenli gençlerin güçlendirilmesidir” dedi.

“Bu görevi üstlenmek benim için büyük bir onur”

Objektiv News: Sayın Gür, siz kendi göç geçmişine sahip Hamburg’un ilk Devlet Müsteşarısınız. Bu göreve atanmanızı kişisel olarak nasıl karşıladınız? Bunun size özel bir sorumluluk yüklediğini düşünüyor musunuz ve kendinizi genç göçmen kökenliler için bir rol model olarak görüyor musunuz?

Funda Gür: Hamburg’un ilk Türkiye kökenli Devlet Müsteşarı olarak bu göreve atanmamın özel bir anlam taşıdığını düşünüyorum. Bunun benim için özel bir anlamı var ancak aynı zamanda idare ve Devlet Müsteşarları Kurulu açısından da önemli olduğuna inanıyorum.
Bu görevi yapabilmek ve Hamburg kentim için bu pozisyonda çalışabilmek benim için büyük bir onur. Ancak bununla birlikte önemli bir rol model sorumluluğu da üstleniyorum ve bunu memnuniyetle yerine getirmek istiyorum. Çünkü bu, göç geçmişine sahip birçok insana, özellikle de her zaman kolay koşullara sahip olmayan göçmen kökenli gençlere verilen önemli bir mesajdır.
İnsanların neleri başarabileceklerini ve eğitimin bu noktada ne kadar önemli bir faktör olduğunu göstermek istiyorum. Ben de bir misafir işçi çocuğu, daha doğrusu klasik bir misafir işçi ailesinin çocuğu olarak bu yoldan geçtim. Bunu özellikle okul eğitimime büyük bir azimle sarılarak başardım. Şimdi bu
görevde kentim için bir şeyler yapabilmek ve değişime katkı sağlayabilmek benim için büyük bir onur.

Daha az bürokrasi, daha fazla katılım

Objektiv News: Şu anda hangi sosyal politika konuları sizin için öncelikli? En fazla harekete geçilmesi gereken alanları nerede görüyorsunuz?

Funda Gür: Şu anda çok sayıda reformun gerçekleştirildiği bir dönemdeyiz. Sosyal alanda federal düzeyde yürütülen birçok reform var ve Hamburg olarak bunlara önemli ölçüde katılıyor, kendi görüş ve önerilerimizi sürece dahil ediyoruz.
Sosyal devlet reformunda dijitalleşmeyi ve süreçlerin sadeleştirilmesini ilerletmek istiyoruz. Böylece vatandaşların haklarından daha kolay yararlanabilmelerini sağlamayı hedefliyoruz.
Engelli bireylere yönelik sosyal katılım yardımları konusundaki diyalog sürecinde de insanların toplumsal yaşama katılımını kalıcı şekilde güvence altına almak istiyoruz. Aynı zamanda başvuru süreçlerinin daha az bürokratik hale getirilmesi gerekiyor.
Hamburg’daki bir diğer önemli konu ise mültecilerin ve koruma arayan insanların barınması. Kamuya ait barınma merkezlerini sürdürülebilir biçimde yeniden inşa etmek ve geliştirmek istiyoruz. Ancak asıl hedef,
insanların bu merkezlerden çıkarak kendi konutlarına geçmeleri ve çalışma hayatına katılmaları olmalıdır. Böylece eşit haklara sahip bir yaşam sürebilir ve toplumsal hayata katılabilirler.

“Biz ve siz ayrımı toplumda kökleşmemeli”

Objektiv News: Toplumsal dayanışmanın ve fırsat eşitliğinin gelecekte de korunabilmesi için siyaset ve kamu yönetimine bugün nasıl bir sorumluluk düşüyor?

Funda Gür: Sosyal İşler Dairesi olarak bizim ve genel olarak siyasetin bu konuda büyük bir sorumluluğu var. Reformlar, sonuçta vatandaşlara gerçekten fayda sağlayacak şekilde düzenlenmelidir. İdari işlemlerin kolaylaştırılması, süreçlerin daha hızlı ve daha az bürokratik yürütülmesini sağlayabilir.
Benim için özellikle önemli olan konulardan biri, göçmen kökenli gençlerin güçlendirilmesidir. Özellikle günümüzde kamuoyundaki tartışmalarda sürekli bir “siz” ve “biz” ayrımı hissediyoruz. Bunun toplumumuzda kökleşmesine izin verilmemeli.
Burada doğmuş, göç geçmişine sahip ancak kendisini hâlâ topluma ait hissetmeyen veya toplum tarafından ait görülmediğini düşünen gençleri güçlendirmemiz gerekiyor.
Genç kadınların güçlendirilmesi de benim için özellikle önemli. Benim de iki kızım var ve bu nedenle konu benim için ayrı bir önem taşıyor. Kadınların şiddetten korunması da önceliklerimiz arasında. Hamburg’da Şiddet Yardım Yasası’nın uygulanmasını da önümüzdeki yıllarda siyasi olarak aktif biçimde takip edeceğiz.

“Tüm Hamburgluların Müsteşarıyım”

Objektiv News: Son olarak Hamburglulara nasıl bir mesaj vermek istersiniz?

Funda Gür: Göç geçmişi olan veya olmayan tüm Hamburglulara mesajım şu: Ben Sosyal İşler ve Uyumdan Sorumlu Devlet Müsteşarı olarak tüm Hamburglular için görev yapıyorum. Bunun altını bir kez daha çizmek istiyorum. Bu benim için çok önemli ve kendimi de böyle görüyorum. Kentimiz çeşitliliğimizden, birbirimize saygılı davranmamızdan ve her şeyden önce birbirimiz için sorumluluk üstlenmemizden güç alıyor. Herkese adil fırsatlar sunmalı ve bütün insanlara eşit göz hizasında yaklaşmalıyız. İçinden
geçtiğimiz bu hassas dönemde bunun çok önemli olduğunu düşünüyorum.
Hamburg her zaman dayanışmanın güçlü olduğu bir metropol oldu. Bunu “remigration” tartışmaları sırasında da gördük; Hamburg’da çok sayıda insan sokağa çıktı. Ben de çocuklarımla birlikte oradaydım. Bu tartışmalara karşı gösteriye katıldık ve oradaki insanlarla konuştuk.
Size şunu söyleyebilirim: Bu kentin bir parçası olmak ve Hamburg’un açık bir kent olması gerektiğine inanan insanlarla bir arada bulunmak bana çok güzel bir duygu verdi.
Elbette hepimiz kurallara uymak zorundayız. Demokrasi böyle işler. Ancak Hamburg, burada yaşayan bütün insanlara saygıyla yaklaşan bir kent olarak kalmalıdır.

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