Was, wenn sie wirklich gehen?/Ya gerçekten giderlerse?

SIE GEHÖREN ZU DEUTSCHLAND

OBJEKTIVNEWS RECHERCHE | 7/7

Was, wenn sie wirklich gehen?

Sie kamen als Arbeiter, holten ihre Familien nach, blieben, wurden Bürger, Unternehmer, Ärzte, Ingenieure, Lehrer, Wissenschaftler, Beamte und Politiker. Heute leben in Deutschland rund drei Millionen Menschen mit einem familiären Bezug zur Türkei. Gleichzeitig ist „Remigration“ zu einem der umstrittensten Begriffe der deutschen Politik geworden. Die AfD erklärt offiziell, deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund gehörten ausdrücklich nicht zu ihrem Remigrationskonzept. Kritiker verweisen dagegen auf weitergehende Äußerungen einzelner Parteivertreter. Diese Recherche stellt deshalb zum Abschluss keine Behauptung über eine bevorstehende Vertreibung auf, sondern eine überprüfbare Gegenfrage: Was würde mit Deutschland passieren, wenn tatsächlich ein erheblicher Teil der Menschen türkischer Herkunft das Land verlassen würde?

Recherche und Redaktion: Ramis KILICARSLAN

Nach dem AfD-Erfolg ist die Debatte wieder hochaktuell

Die Frage ist im September 2026 aktueller denn je.

Nach dem starken Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt verschärfte Bundeskanzler Friedrich Merz die Auseinandersetzung um den Begriff „Remigration“.

Am 9. September warf Merz der AfD vor, mit ihrer Migrationspolitik Vorstellungen zu vertreten, die auf ethnisch definierte Ausgrenzung hinausliefen. Die AfD wies den Vorwurf zurück und erklärte, ihre Politik richte sich gegen Menschen ohne legales Aufenthaltsrecht.

Merz warnte zugleich vor den wirtschaftlichen Folgen einer Politik, die Menschen mit Einwanderungsgeschichte aus Deutschland verdrängen oder von Deutschland abschrecken könnte. Gerade Branchen wie Gesundheitswesen und Gastronomie seien auf migrantische Arbeitskräfte angewiesen.

Quelle: Reuters, 9. September 2026

Was die AfD offiziell unter „Remigration“ versteht

Für eine sachliche Bewertung muss zunächst zwischen offizieller Parteiposition und weitergehenden politischen Äußerungen unterschieden werden.

Der AfD-Bundesvorstand beschloss am 29. Januar 2024 ein eigenes Positionspapier.

Darin definiert die Partei Remigration als rechtsstaatliche Rückführung ausreisepflichtiger Ausländer und als Maßnahmen gegenüber bestimmten weiteren Gruppen ohne dauerhaftes Aufenthaltsrecht.

Die AfD erklärt ausdrücklich, sie unterscheide nicht zwischen deutschen Staatsangehörigen mit und ohne Migrationshintergrund.

Eine pauschale Abschiebung deutscher Staatsbürger mit Einwanderungsgeschichte lehnt das offizielle Papier ausdrücklich ab.

Damit wäre ein großer Teil der Menschen türkischer Herkunft schon rechtlich gar nicht Gegenstand dieses offiziellen Konzepts: Viele besitzen längst die deutsche Staatsangehörigkeit.

Gleichzeitig haben Aussagen einzelner Funktionäre und unterschiedliche Vorstellungen vom Begriff „Remigration“ eine wesentlich breitere politische Debatte ausgelöst.

Diese Recherche behauptet deshalb nicht, die AfD wolle „alle Türken abschieben“.

Sie untersucht etwas anderes:

Was wäre, wenn eine politische und gesellschaftliche Entwicklung tatsächlich dazu führte, dass ein erheblicher Teil der türkischstämmigen Bevölkerung Deutschland verlässt?

Quelle:
Alternative für Deutschland – Positionspapier Wie die AfD den Begriff „Remigration“ definiert, 29. Januar 2024

Rund 3,1 Millionen Menschen haben einen Bezug zur Türkei

Zunächst die Größenordnung.

Nach den neuesten Mikrozensus-Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes lebten 2025 rund 3,081 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund und Bezug zur Türkei in Deutschland.

Davon waren rund 1,47 Millionen selbst aus der Türkei eingewandert.

Der Rest gehört überwiegend nachfolgenden Generationen an.

Diese rund drei Millionen Menschen sind deshalb keineswegs identisch mit „Ausländern“.

Ein erheblicher Teil ist in Deutschland geboren und besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit.

Genau das macht die Frage eines möglichen Weggangs wirtschaftlich interessanter als eine reine Abschiebungsdebatte.

Denn es ginge nicht nur um neu Zugewanderte.

Es ginge um Menschen, die seit Jahrzehnten Teil des deutschen Arbeitsmarktes sind.

Quelle:
Statistisches Bundesamt – Mikrozensus 2025

Schon die Statistik der türkischen Staatsbürger zeigt die Größenordnung

Die Bundesagentur für Arbeit kann die gesamte türkischstämmige Bevölkerung nicht nach Herkunft verfolgen.

Sie kann aber türkische Staatsangehörige zählen.

2024 waren in Deutschland rund 578.950 türkische Staatsangehörige sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Damit bildeten sie die größte einzelne ausländische Beschäftigtengruppe Deutschlands.

Und diese Zahl ist nur eine Untergrenze.

Wer inzwischen zusätzlich oder ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, erscheint in der Beschäftigungsstatistik der BA als Deutscher – auch wenn Eltern oder Großeltern aus der Türkei kamen.

Hinzu kommen Selbstständige und Beamte, die in dieser Beschäftigtenzahl ebenfalls nicht enthalten sind.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit – Beschäftigungsstatistik 2024
Fachstelle Einwanderung und Integration – Aktuelle Einwanderung aus der Türkei

Allein 150.000 türkische Beschäftigte arbeiten in der Industrie

Besonders deutlich wird die Bedeutung in der deutschen Industrie.

Im Juni 2024 arbeiteten rund 150.000 türkische Staatsangehörige sozialversicherungspflichtig im Verarbeitenden Gewerbe.

Damit waren türkische Beschäftigte nach den Deutschen die stärkste einzelne Staatsangehörigkeitsgruppe in diesem Wirtschaftsbereich.

Sie arbeiten unter anderem in Metallverarbeitung, Maschinenbau, Automobilindustrie, Lebensmittelproduktion und anderen industriellen Bereichen.

Die Bundesagentur für Arbeit weist zugleich darauf hin, dass der Beschäftigungszuwachs in der Industrie seit Jahren im Wesentlichen von ausländischen Arbeitskräften getragen wurde, während die Zahl deutscher Beschäftigter zurückging.

Würde nur die Hälfte der türkischen Beschäftigten dieses Sektors verschwinden, fehlten rechnerisch rund 75.000 Beschäftigte allein in der Industrie.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit – Arbeitsmarktsituation im Verarbeitenden Gewerbe, Juni 2024

Mindestens 49.000 Hochschulabsolventen mit türkischem Pass

Auch das Bild vom ausschließlich gering qualifizierten türkischen Arbeitnehmer gehört längst der Vergangenheit an.

Zum 30. Juni 2025 registrierte die Bundesagentur für Arbeit rund 49.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit türkischer Staatsangehörigkeit und Hochschul- oder Fachhochschulabschluss.

Damit gehörte die Türkei zu den wichtigsten Herkunftsländern ausländischer Akademiker in Deutschland.

Und auch hier gilt:

Eingebürgerte deutsch-türkische Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler, Juristen oder IT-Spezialisten werden in dieser Statistik nicht mehr als Türken gezählt.

Die tatsächliche Zahl türkischstämmiger Hochqualifizierter liegt deshalb höher.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit – Akademikerinnen und Akademiker, 30. Juni 2025

In der Pflege gehören Türken seit Jahren zu den wichtigsten Gruppen

Besonders sensibel wäre ein Weggang im Gesundheits- und Pflegebereich.

Die Bundesagentur für Arbeit nennt türkische Staatsangehörige seit Jahren unter den fünf größten ausländischen Herkunftsgruppen in Pflegeberufen.

Deutschland hat hier bereits heute einen Engpass.

2025 zählten Pflege- und Gesundheitsberufe nach Angaben der Bundesagentur weiterhin zu den Berufen mit den stärksten Fachkräfteproblemen.

Die Entwicklung ist eindeutig:

Während die Zahl deutscher Beschäftigter in der Pflege innerhalb eines Jahres um rund 5.000 sank, nahm die Zahl ausländischer Beschäftigter um 46.000 zu.

Die BA formuliert deshalb ungewöhnlich klar:

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind zunehmend auf ausländische Beschäftigte angewiesen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.

Ein Abwandern qualifizierter türkischstämmiger Pflegekräfte würde also nicht auf einen entspannten Arbeitsmarkt treffen.

Es würde einen bestehenden Engpass verschärfen.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit – Fachkräfteengpassanalyse 2025
Bundesagentur für Arbeit – Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich

Deutschland sucht genau jene Menschen, deren Weggang diskutiert wird

Das gilt nicht nur für die Pflege.

Die Bundesagentur für Arbeit meldete für 2025 weiterhin Engpässe unter anderem bei:

Pflege- und Gesundheitsberufen, Bau- und Handwerksberufen, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Energietechnik, Mechatronik und Elektronik, Erziehern, Köchen sowie Berufskraftfahrern.

Allein im Handwerk arbeiteten 2025 rund 3,36 Millionen Menschen.

Rund 718.000 Beschäftigte im Handwerk waren bereits zwischen 55 und 64 Jahre alt und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich altersbedingt ausscheiden.

Fast die Hälfte aller Engpassberufe auf Fachkräfteniveau entfiel auf Handwerksberufe.

Deutschland versucht also gleichzeitig, im Ausland Fachkräfte zu gewinnen, während eine politische Atmosphäre, die gut integrierte Menschen zum Weggehen bewegt, volkswirtschaftlich in die entgegengesetzte Richtung wirken würde.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit – Engpassanalyse 2025
Bundesagentur für Arbeit – Arbeits- und Ausbildungsmarktsituation im Handwerk 2025

Sie sind nicht nur Arbeitnehmer – sie sind Arbeitgeber

Ein Weggang hätte auch Folgen für Unternehmen.

Bei seinem Besuch in Ankara verwies Bundeskanzler Merz selbst auf eine bemerkenswerte Zahl:

In Deutschland gebe es rund 80.000 türkischstämmige Unternehmerinnen und Unternehmer.

Diese Unternehmen sicherten nach seinen Angaben ungefähr 400.000 Arbeitsplätze.

Das bedeutet:

Die wirtschaftliche Bedeutung türkischstämmiger Unternehmer lässt sich nicht allein an ihrer eigenen Arbeitskraft messen.

Wenn ein Unternehmer geht, kann auch ein Betrieb, eine Investition oder eine Zahl von Arbeitsplätzen betroffen sein.

Zu diesen Unternehmen gehören heute längst nicht nur Imbisse und kleine Einzelhandelsgeschäfte, sondern Betriebe in Dienstleistungen, Technologie, Bau, Industrie, Logistik und anderen Bereichen.

Quelle:
Bundesregierung – Pressekonferenz von Bundeskanzler Friedrich Merz in Ankara

Was würde der Weggang rechnerisch kosten?

Eine exakte Rechnung gibt es nicht.

Kein seriöses Institut kann vorhersagen, ob ein frei werdender Arbeitsplatz sofort neu besetzt, automatisiert oder dauerhaft gestrichen würde.

Man kann aber eine Größenordnung berechnen.

Deutschland erwirtschaftete 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein nominales Bruttoinlandsprodukt von 4,4698 Billionen Euro.

Rund 45,98 Millionen Menschen waren erwerbstätig.

Das entspricht rechnerisch einer Wirtschaftsleistung von ungefähr 97.000 Euro je Erwerbstätigen und Jahr.

Dieser Durchschnittswert darf nicht mit dem tatsächlichen individuellen Beitrag eines einzelnen Arbeitnehmers verwechselt werden.

Er ermöglicht aber ein transparentes Szenario.

Nimmt man ausschließlich die nachweisbaren 578.950 sozialversicherungspflichtig beschäftigten türkischen Staatsbürger – also noch ohne eingebürgerte Türkischstämmige, Selbstständige und Beamte –, ergibt sich:

Wenn 10 Prozent gingen, verschwänden rund 58.000 Beschäftigte. Bei durchschnittlicher Wirtschaftsleistung entspräche das rechnerisch einer Größenordnung von etwa 5,6 Milliarden Euro pro Jahr.

Wenn 25 Prozent gingen, wären es rund 145.000 Beschäftigte – rechnerisch etwa 14 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung jährlich.

Wenn 50 Prozent gingen, fehlten rund 289.000 Beschäftigte. Die rechnerische Größenordnung läge bei etwa 28 Milliarden Euro pro Jahr.

Das ist keine BIP-Prognose.

Es ist eine Größenordnung auf Basis der durchschnittlichen Wirtschaftsleistung pro Erwerbstätigen.

Tatsächlich könnten Ersatzbeschäftigung, Automatisierung und Produktivitätsanpassungen den Verlust reduzieren.

In Engpassberufen könnte der Schaden dagegen größer sein, weil offene Stellen nicht schnell ersetzt werden können und dadurch auch andere Beschäftigte und Produktionsprozesse beeinträchtigt würden.

Quelle:
Statistisches Bundesamt – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 2025
Bundesagentur für Arbeit – Beschäftigungsstatistik

Die Rechnung ist sogar konservativ

Die eben berechneten Szenarien erfassen nur Personen mit türkischem Pass in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Sie erfassen nicht vollständig:

deutsche Staatsbürger türkischer Herkunft,

Selbstständige,

Beamte,

Unternehmer,

mithelfende Familienangehörige,

sowie einen Teil geringfügig Beschäftigter.

Das Statistische Bundesamt zählt jedoch rund 3,1 Millionen Menschen mit Türkei-Bezug.

Die tatsächliche volkswirtschaftliche Bedeutung der gesamten türkischstämmigen Bevölkerung ist deshalb erheblich größer als die Größenordnung, die man aus der BA-Ausländerstatistik ableiten kann.

Genau deshalb wäre es methodisch falsch zu behaupten:

„580.000 Beschäftigte – das sind alle türkischstämmigen Arbeitnehmer.“

Es ist lediglich die Gruppe, die amtlich eindeutig nach türkischer Staatsangehörigkeit identifizierbar ist.

Auch Steuern und Sozialbeiträge würden fehlen

Mit Beschäftigten verschwände nicht nur Produktion.

Es würden auch Einkommensteuer, Rentenbeiträge, Krankenversicherungsbeiträge, Pflegeversicherungsbeiträge, Arbeitslosenversicherungsbeiträge und Konsumausgaben wegfallen.

2025 lagen die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer in Deutschland bei rund 4.000 Euro pro Monat.

Ein Weggang von hunderttausenden Erwerbstätigen würde deshalb auch Sozialkassen, Kommunen und private Nachfrage treffen.

Gleichzeitig würden natürlich bestimmte staatliche Ausgaben entfallen.

Eine seriöse Nettorechnung müsste deshalb Alter, Einkommen, Familienstruktur, Steuerzahlungen, Sozialtransfers, Vermögen und Unternehmensbeteiligungen berücksichtigen.

Eine belastbare offizielle Berechnung speziell für den hypothetischen Weggang aller oder großer Teile der türkischstämmigen Bevölkerung existiert bislang nicht.

Der Verlust wäre nicht überall gleich

Ein Krankenhaus kann einen fehlenden Pfleger nicht mit einer durchschnittlichen BIP-Zahl ersetzen.

Ein Handwerksbetrieb kann einen erfahrenen Elektriker nicht von heute auf morgen neu ausbilden.

Eine Industrieanlage läuft nicht automatisch weiter, wenn Schichtpersonal fehlt.

Ein mittelständischer Unternehmer nimmt beim Weggang möglicherweise Kapital, Kundenkontakte und Investitionsentscheidungen mit.

Ein Arzt oder Ingenieur verkörpert jahrelang aufgebautes Humankapital.

Deshalb wäre der entscheidende Schaden eines großen Weggangs nicht nur die Zahl der fehlenden Menschen.

Es wäre die Konzentration der Ausfälle in bereits angespannten Berufen.

Deutschland würde Menschen verlieren, die es selbst ausgebildet hat

Bei der zweiten, dritten und vierten Generation käme ein weiterer Faktor hinzu.

Viele haben ihre Ausbildung vollständig in Deutschland erhalten.

Schule, Ausbildung und Studium wurden zumindest teilweise öffentlich finanziert.

Wenn ein in Deutschland ausgebildeter Arzt, Ingenieur, Lehrer oder Wissenschaftler anschließend dauerhaft in ein anderes Land zieht, verliert Deutschland einen Teil des Ertrags dieser Bildungsinvestition.

Andere Staaten würden das Humankapital erhalten, dessen Aufbau in Deutschland finanziert wurde.

Das macht den Weggang bereits integrierter Fachkräfte volkswirtschaftlich besonders kostspielig.

Der demografische Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein

Deutschland altert.

Immer mehr Beschäftigte erreichen das Rentenalter und weniger junge Menschen rücken nach.

Die Bundesagentur für Arbeit betonte erst 2026, dass Zuwanderung deshalb weiter an Bedeutung gewinnen werde.

Der Anteil ausländischer Beschäftigter in Engpassberufen hat sich seit 2014 von sieben auf rund 14 Prozent verdoppelt.

Deutschland versucht mit einem modernisierten Fachkräfteeinwanderungsrecht, Menschen aus Indien, den Philippinen, dem Westbalkan, Lateinamerika und anderen Regionen für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Vor diesem Hintergrund entsteht ein offensichtlicher wirtschaftlicher Widerspruch:

Deutschland kann nicht gleichzeitig dringend Fachkräfte aus dem Ausland suchen und gleichgültig sein, wenn bereits integrierte Fachkräfte das Land verlassen.

Von 1961 bis 2026

1961 brauchte Deutschland Arbeitskräfte und holte sie aus der Türkei.

1973 stoppte es die Anwerbung.

1983 zahlte es einem Teil der ausländischen Arbeitnehmer Geld für die Rückkehr.

Später erkannte Deutschland, dass viele längst geblieben waren.

Ihre Kinder gingen zur Schule.

Ihre Enkel wurden Ärzte, Ingenieure, Lehrer, Unternehmer, Wissenschaftler, Beamte und Politiker.

Sie erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit.

Einer von ihnen wurde Bundesminister.

2026 wurde ein Sohn türkischer Einwanderer Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes.

Und gleichzeitig diskutiert Deutschland wieder über Migration und „Remigration“.

Nach 65 Jahren führt die Geschichte deshalb zu einer paradoxen Frage:

Was wäre, wenn sie diesmal tatsächlich gingen?

Die Daten geben keine einfache Antwort.

Aber sie zeigen eines ziemlich deutlich.

Deutschland würde nicht nur „Migranten“ verlieren.

Es würde Beschäftigte verlieren.

Fachkräfte.

Unternehmer.

Steuerzahler.

Ärzte.

Pflegekräfte.

Ingenieure.

Handwerker.

Akademiker.

Beamte.

Und einen Teil jener Gesellschaft, die in den vergangenen 65 Jahren selbst zu Deutschland geworden ist.

Sie gehören zu Deutschland.

Ya gerçekten giderlerse?

ALMANYA’YA AİT OLDULAR

OBJEKTİVNEWS ARAŞTIRMA | 7/7

Ya gerçekten giderlerse?

İşçi olarak geldiler, ailelerini getirdiler, kaldılar; vatandaş, girişimci, doktor, mühendis, öğretmen, bilim insanı, kamu çalışanı ve siyasetçi oldular. Bugün Almanya’da Türkiye ile aile bağı bulunan yaklaşık üç milyon insan yaşıyor. Aynı dönemde “Remigration” Alman siyasetinin en tartışmalı kavramlarından birine dönüştü. AfD resmî olarak Alman vatandaşlığı bulunan göç kökenlileri remigrasyon politikasının dışında tuttuğunu söylüyor. Eleştirenler ise bazı parti yöneticilerinin daha geniş kapsamlı açıklamalarına dikkat çekiyor. Araştırmamızın finalinde bir “sınır dışı etme” iddiası ortaya atmıyoruz. Bunun yerine ölçülebilir bir soru soruyoruz: Türkiye kökenlilerin önemli bir bölümü gerçekten Almanya’dan giderse ülke kaç çalışan, kaç uzman ve ne kadar ekonomik güç kaybeder?

Araştırma ve Yazı: Ramis KILICARSLAN

AfD’nin seçim başarısından sonra tartışma yeniden sertleşti

Soru Eylül 2026 itibarıyla son derece güncel.

AfD’nin Saksonya-Anhalt’taki güçlü seçim sonucunun ardından Başbakan Friedrich Merz, “remigration” tartışmasını yeniden siyasetin merkezine taşıdı.

Merz 9 Eylül’de AfD’nin göç politikasını sert biçimde eleştirdi ve etnik temelde dışlama anlamına gelebilecek bir yaklaşım izlediğini söyledi.

AfD ise suçlamayı reddetti; politikasının Almanya’da yasa dışı bulunan kişilerle ilgili olduğunu açıkladı.

Merz’in aynı açıklamalardaki ekonomik uyarısı da dikkat çekiciydi:

Göçmen işgücüne bağımlı sağlık ve gastronomi gibi sektörlerin böyle bir siyasi iklimden zarar görebileceğini söyledi.

Kaynak: Reuters, 9 Eylül 2026

AfD resmî olarak ne diyor?

Konuyu doğru aktarmak için parti programıyla tek tek siyasetçilerin açıklamalarını birbirinden ayırmak gerekiyor.

AfD Federal Yönetimi 29 Ocak 2024’te “Remigration” kavramını açıklayan resmî bir pozisyon belgesi kabul etti.

Belgede kavram öncelikle Almanya’dan ayrılmakla yükümlü yabancıların hukuk devleti kuralları içinde geri gönderilmesini ve geçici oturum statüsündeki bazı gruplara yönelik önlemleri kapsıyor.

AfD ayrıca Alman vatandaşları arasında göç geçmişine göre ayrım yapmadığını açıkça belirtiyor.

Alman vatandaşı olmuş göç kökenlilerin topluca sınır dışı edilmesini resmî belge açık biçimde reddediyor.

Bu önemli.

Çünkü Türkiye kökenli nüfusun büyük bir bölümü bugün Alman vatandaşı.

Öte yandan bazı parti temsilcilerinin daha geniş “remigration” tasavvurları kamuoyunda daha farklı ve daha kapsamlı bir tartışmaya yol açtı.

Bu araştırma bu nedenle:

“AfD bütün Türkleri gönderecek”

demiyor.

Başka bir soruyu araştırıyor:

Siyasi ve toplumsal atmosfer Türkiye kökenlilerin önemli bir bölümünü gerçekten Almanya’dan gitmeye yöneltirse ne olur?

Kaynak:
Alternative für Deutschland – Wie die AfD den Begriff „Remigration“ definiert, 29 Ocak 2024

Almanya’da Türkiye bağlantılı yaklaşık 3,1 milyon insan var

Önce büyüklüğü ortaya koyalım.

Federal İstatistik Dairesi’nin 2025 Mikrozensus sonuçlarına göre Almanya’da Türkiye bağlantılı yaklaşık 3 milyon 81 bin kişi yaşıyor.

Bunların yaklaşık 1 milyon 470 bini Türkiye’de doğup Almanya’ya göç etmiş durumda.

Geri kalanlar büyük ölçüde sonraki kuşaklardan oluşuyor.

Dolayısıyla üç milyon insanı “yabancı” diye tanımlamak doğru değil.

Önemli bir kısmı Almanya’da doğdu ve Alman vatandaşı.

İşte bu nedenle muhtemel bir gidişin ekonomik etkisi yalnızca göç politikasının konusu değildir.

Çünkü burada yeni gelmiş bir işgücünden değil, önemli bölümü onlarca yıldır Alman ekonomisinin içinde bulunan bir nüfustan söz ediyoruz.

Kaynak:
Federal İstatistik Dairesi – Mikrozensus 2025

Yalnız Türk vatandaşlarını saydığımızda bile yaklaşık 579 bin çalışan var

Federal İş Ajansı Türkiye kökenli bütün çalışanları sayamıyor.

Çünkü kurumun istihdam istatistiği kökeni değil vatandaşlığı esas alıyor.

2024 yılında Almanya’da 578 bin 950 Türk vatandaşı sosyal sigortalı olarak çalışıyordu.

Bu sayı yabancı vatandaşlar içindeki en büyük tek istihdam grubuydu.

Ama aynı zamanda alt sınırdır.

Türk kökenli olup Alman vatandaşlığına geçmiş biri, BA istatistiğinde artık Alman olarak sayılıyor.

Ayrıca serbest çalışanlar, girişimciler ve memurlar da bu 578 bin 950 kişinin içinde değil.

Dolayısıyla “Türkiye kökenli bütün çalışanlar 579 bin” demek yanlış olur.

Gerçek sayı daha yüksek.

Kaynak:
Federal İş Ajansı – İstihdam İstatistikleri
Fachstelle Einwanderung und Integration – Aktuelle Einwanderung aus der Türkei

Yalnız sanayide 150 bin Türk vatandaşı çalışıyor

Alman sanayisindeki rakam özellikle dikkat çekici.

Haziran 2024 itibarıyla imalat sanayisinde yaklaşık 150 bin Türk vatandaşı sosyal sigortalı olarak çalışıyordu.

Türk vatandaşları, Almanlardan sonra sektördeki en büyük tek vatandaşlık grubuydu.

Metal, otomotiv, makine, gıda üretimi ve başka sanayi alanlarında çalışıyorlar.

Federal İş Ajansı’nın analizi ayrıca önemli bir gelişmeye dikkat çekiyor:

Son yıllarda Alman çalışanların sayısı azalırken sanayideki istihdam artışını büyük ölçüde yabancı çalışanlar sağladı.

Sadece bu sektörde çalışan Türk vatandaşlarının yarısının ayrıldığını düşünelim.

Rechnerisch yaklaşık 75 bin çalışan yalnız sanayiden eksilir.

Bu sayı doğal olarak Alman vatandaşlığına geçmiş Türkiye kökenlileri içermiyor.

Kaynak:
Federal İş Ajansı – Arbeitsmarktsituation im Verarbeitenden Gewerbe

Türk pasaportlu en az 49 bin üniversite mezunu çalışan

Türkiye kökenlileri yalnızca vasıfsız işgücüyle ilişkilendiren eski tablo da artık geçerli değil.

Federal İş Ajansı’nın 30 Haziran 2025 verilerine göre Almanya’da üniversite veya yüksekokul diploması bulunan yaklaşık 49 bin Türk vatandaşı sosyal sigortalı olarak çalışıyordu.

Türkiye, Almanya’daki yabancı yüksek nitelikli çalışanlar arasında en büyük kaynak ülkelerden biri.

Burada da aynı istatistik sorunu var:

Alman vatandaşlığına geçmiş Türkiye kökenli doktorlar, mühendisler, hukukçular, bilim insanları ve bilişim uzmanları artık “Türk” kategorisinde görünmüyor.

Dolayısıyla Türkiye kökenli gerçek yüksek nitelikli çalışan sayısı 49 binin üzerinde.

Kaynak:
Federal İş Ajansı – Akademikerinnen und Akademiker, 30 Haziran 2025

Sağlık ve bakımda gidiş doğrudan boşluk yaratır

En hassas alanlardan biri sağlık ve bakım.

Federal İş Ajansı’nın araştırmasına göre Türk vatandaşları uzun yıllardır Almanya’daki yabancı bakım çalışanlarının en büyük beş köken grubundan biri.

Almanya zaten bu alanda çalışan arıyor.

2025’te bakım ve sağlık meslekleri ülkenin en ciddi personel darboğazı yaşanan meslekleri arasında kaldı.

Rakam daha da çarpıcı:

Bir yıl içinde Alman vatandaşı bakım çalışanlarının sayısı yaklaşık 5 bin azalırken, yabancı çalışanların sayısı 46 bin arttı.

Federal İş Ajansı bu nedenle hastanelerin ve bakım kurumlarının hizmetleri sürdürebilmek için giderek daha fazla yabancı çalışanlara bağımlı hale geldiğini söylüyor.

Bu nedenle Türkiye kökenli sağlık ve bakım çalışanlarının gidişi boş bir iş piyasasında gerçekleşmez.

Zaten açık bulunan kadroları daha da artırır.

Kaynak:
Federal İş Ajansı – Fachkräfteengpassanalyse 2025
Federal İş Ajansı – Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich

Almanya bugün tam da bu mesleklerden insan arıyor

Eksiklik yalnız bakımda değil.

2025’te Almanya’da personel açığı bulunan alanlar arasında:

sağlık ve bakım,

inşaat,

zanaat,

ısıtma ve sıhhi tesisat,

enerji teknolojisi,

mekatronik ve elektronik,

eğitim,

aşçılık,

kamyon ve otobüs şoförlüğü

gibi meslekler bulunuyordu.

Zanaat sektöründe 2025’te yaklaşık 3 milyon 360 bin kişi çalışıyordu.

Bunların 718 bini 55-64 yaş grubundaydı ve önümüzdeki yıllarda emekliye ayrılmaları bekleniyor.

Uzman düzeyindeki açık mesleklerin neredeyse yarısı zanaat alanında.

Yani Almanya’nın sorunu işgücü fazlası değil.

Tam tersine:

İnsan eksikliği.

Kaynak:
Federal İş Ajansı – Engpassanalyse 2025
Federal İş Ajansı – Handwerk 2025

Yalnız çalışan değiller, işverenler

Türkiye kökenlilerin ekonomiye katkısı maaşlı çalışanlarla sınırlı değil.

Başbakan Friedrich Merz, Ankara’da düzenlediği basın toplantısında Almanya’da yaklaşık 80 bin Türkiye kökenli girişimci bulunduğunu söyledi.

Bu işletmeler yaklaşık 400 bin kişiye iş sağlıyor.

Bu çok önemli bir rakam.

Çünkü bir girişimcinin gidişinin ekonomik etkisi yalnız kendi işgücünün kaybı anlamına gelmez.

İşletmenin kapanması veya taşınması halinde çalışanları, yatırımları, müşterileri ve vergi gelirleri de etkilenebilir.

Türkiye kökenli girişimcilik bugün yalnız restoran ve perakendeden ibaret değil.

Hizmet, lojistik, inşaat, teknoloji, sanayi ve farklı alanlara yayılmış durumda.

Kaynak:
Federal Hükümet – Başbakan Friedrich Merz’in Ankara basın toplantısı

Peki bunun yıllık ekonomik karşılığı ne olabilir?

Burada bilimsel dürüstlük gerekiyor.

“Şu kadar kişi giderse Almanya kesin şu kadar milyar kaybeder” diyen resmî bir hesap yok.

Çünkü boşalan bir işyerinin başka biri tarafından doldurulup doldurulamayacağı, üretimin otomasyona geçip geçmeyeceği ve işletmelerin nasıl tepki vereceği bilinemez.

Ama büyüklük hesaplanabilir.

Federal İstatistik Dairesi’ne göre Almanya 2025’te 4 trilyon 469,8 milyar avro nominal GSYH üretti.

Yaklaşık 45,98 milyon kişi çalışıyordu.

Bu iki rakam bölündüğünde çalışan başına yıllık ekonomik üretim yaklaşık 97 bin avro ediyor.

Bu rakam tek bir insanın “değeri” değildir.

Sadece ekonomik senaryo hesaplamak için kullanılabilecek ülke ortalamasıdır.

Şimdi yalnızca resmî olarak sayılabilen 578 bin 950 sosyal sigortalı Türk vatandaşını esas alalım.

Alman vatandaşlığına geçmiş Türk kökenlileri, girişimcileri ve memurları henüz hesaba katmıyoruz.

Yüzde 10’u giderse:
Yaklaşık 58 bin çalışan eksilir. Ortalama üretim üzerinden matematiksel büyüklük yaklaşık 5,6 milyar avro/yıl olur.

Yüzde 25’i giderse:
Yaklaşık 145 bin çalışan eksilir. Rechnerisch yaklaşık 14 milyar avro/yıl büyüklüğünde üretim söz konusu olur.

Yüzde 50’si giderse:
Yaklaşık 289 bin çalışan eksilir. Matematiksel büyüklük yaklaşık 28 milyar avro/yıl olur.

Bu rakamlar GSYH kaybı tahmini değildir.

Çalışan başına ortalama ekonomik üretim üzerinden hazırlanmış bir stres senaryosudur.

Boşalan işler başka insanlarla doldurulursa kayıp azalabilir.

Ancak eksik işgücü bulunan alanlarda bunun tersi de yaşanabilir:

Bir çalışanın eksikliği başka çalışanların ve işletmelerin üretimini de aksatabilir.

Kaynak:
Federal İstatistik Dairesi – Almanya GSYH ve istihdam verileri 2025
Federal İş Ajansı – İstihdam İstatistikleri

Bu hesap aslında alt sınır

Yukarıdaki hesapta çok önemli gruplar yok.

Alman vatandaşlığına geçmiş Türkiye kökenliler yok.

Serbest çalışanlar yok.

Memurlar yok.

Girişimciler yok.

Aile işletmelerinde çalışanların tamamı yok.

Oysa Mikrozensus yaklaşık 3,1 milyon Türkiye bağlantılı insan gösteriyor.

Bu nedenle yalnızca Türk pasaportlu sosyal sigortalı çalışanların üzerinden yapılan hesap, Türkiye kökenli nüfusun toplam ekonomik ağırlığını göstermiyor.

Sadece verisi en sağlam şekilde ölçülebilen alt sınırı gösteriyor.

Vergi ve sosyal sigorta gelirleri de eksilir

Çalışanların gitmesi yalnız üretimin azalması anlamına gelmez.

Gelir vergisi azalır.

Emeklilik primi azalır.

Sağlık sigortası primi azalır.

Bakım sigortası ve işsizlik sigortası gelirleri azalır.

Tüketim harcamaları azalır.

2025’te Almanya’da çalışan başına ortalama brüt ücret yaklaşık aylık 4 bin avroydu.

Yüz binlerce çalışanın kalıcı olarak ayrılması, sosyal sigorta sistemlerinin gelir tarafını da etkiler.

Elbette bazı kamu harcamaları da azalabilir.

Bu nedenle net maliyeti hesaplamak için yaş, gelir, aile yapısı, vergi ödemeleri, sosyal transferler, şirket sahipliği ve servet gibi unsurları birlikte değerlendirmek gerekir.

Türkiye kökenli nüfusun önemli bölümünün toplu şekilde ayrılmasına ilişkin böyle kapsamlı bir resmî maliyet hesabı bugün bulunmuyor.

Her çalışanın kaybı aynı etkiyi yaratmaz

Bir hastanedeki hemşire açığı yalnız “bir kişi eksildi” demek değildir.

Yerine insan bulunamazsa yatak kapasitesi düşebilir.

Bir elektrik ustasının eksikliği inşaatın tamamlanmasını geciktirebilir.

Bir kamyon şoförünün olmaması lojistik zincirini etkileyebilir.

Bir sanayi hattında personel eksikliği başka çalışanların da üretimini durdurabilir.

Bir girişimcinin gitmesi şirketin yatırım kararını başka ülkeye taşıyabilir.

Bir doktor, mühendis veya bilim insanıyla birlikte yıllar içinde birikmiş uzmanlık da gider.

Bu nedenle esas risk yalnız insan sayısı değildir.

Kaybın zaten personel açığı bulunan mesleklerde yoğunlaşmasıdır.

Almanya kendi yetiştirdiği uzmanı da kaybeder

İkinci, üçüncü ve dördüncü kuşakta başka bir maliyet daha ortaya çıkar.

Bu insanların büyük bölümü Almanya’da eğitim gördü.

Okula burada gittiler.

Meslek eğitimini burada aldılar.

Üniversiteyi burada bitirdiler.

Doktor, mühendis, öğretmen veya bilim insanı yetiştirmenin kamuya ait eğitim maliyeti vardır.

Bu kişi daha sonra kalıcı olarak başka ülkeye giderse, Almanya yaptığı eğitim yatırımının gelecekteki ekonomik getirisinin bir bölümünü de kaybeder.

Yani artık mesele yalnız “göçmen gitti” değildir.

Almanya’nın yetiştirdiği insan sermayesi gider.

Zamanlama Almanya açısından daha kötü olamazdı

Alman toplumu yaşlanıyor.

Her yıl daha fazla çalışan emekliliğe yaklaşıyor ve yerlerine daha az genç geliyor.

Federal İş Ajansı Eylül 2026’da da aynı uyarıyı yaptı:

Göç Almanya’nın işgücü piyasası için giderek daha önemli hale geliyor.

Personel açığı bulunan mesleklerde yabancı çalışanların oranı 2014’te yüzde 7 civarındayken bugün yaklaşık yüzde 14’e çıktı.

Almanya şimdi dünyanın farklı ülkelerinden nitelikli işgücü çekmek için göç yasalarını kolaylaştırıyor.

Bu durumda ekonomik bir çelişki ortaya çıkıyor:

Almanya bir yandan dünyanın başka ülkelerinden uzman ararken, yıllardır ülkede yaşayan ve burada yetişmiş uzmanlarının gitmesini önemsiz göremez.

1961’den 2026’ya

1961’de Almanya’nın işçiye ihtiyacı vardı.

Türkiye’den insanları çağırdı.

1973’te işçi alımını durdurdu.

1983’te bazılarına geri dönmeleri için para verdi.

Ama önemli bir bölümü kaldı.

Çocukları Almanya’da okula gitti.

Torunları meslek sahibi oldu.

Doktor, mühendis, avukat, öğretmen ve bilim insanı oldular.

İşletmeler kurdular.

Alman vatandaşlığı aldılar.

Parlamentoya girdiler.

Federal bakan oldular.

Bir sonraki kuşaktan biri 2026’da bir Alman eyaletinin başbakanı oldu.

Ve 65 yıl sonra Almanya yeniden “göç” ve “remigration” tartışıyor.

İşte bütün araştırmamızın başındaki soru bugün tam burada anlam kazanıyor:

Ya gerçekten giderlerse?

Veriler bize tek bir kesin milyar rakamı vermiyor.

Ama neyin kaybolacağını oldukça açık gösteriyor.

Almanya yalnızca “göçmen” kaybetmez.

Çalışan kaybeder.

Uzman kaybeder.

Doktor kaybeder.

Bakım personeli kaybeder.

Mühendis kaybeder.

Zanaatkâr kaybeder.

Girişimci kaybeder.

Vergi mükellefi kaybeder.

Bilim insanı kaybeder.

Kamu çalışanı kaybeder.

Hemen hemen her alanda kaybeder

Ve 65 yılda kendi toplumunun parçasına dönüşmüş milyonlarca insanın bir bölümünü kaybeder.

ALMANYA’YA AİT OLDULAR

Çünkü artık bu hikâye Türkiye’den Almanya’ya giden işçilerin hikâyesi değil.

Almanya’nın kendi hikâyesi.