Die Kinder der Arbeiter stiegen auf/İşçilerin çocukları yükseldi

Was, wenn sie wirklich gehen?

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OBJEKTIVNEWS RECHERCHE | 5/7

Die Kinder der Arbeiter stiegen auf

Ihre Eltern arbeiteten in Fabriken, Bergwerken, auf Baustellen und am Fließband. Ihre Kinder, Enkel und inzwischen auch Urenkel stehen für ein anderes Deutschland. Sie machten eine Ausbildung, studierten, gründeten Unternehmen und wurden Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Lehrer, Wissenschaftler und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Sie gingen in Verwaltungen und Parlamente, übernahmen politische Verantwortung und erreichten schließlich auch höchste Staatsämter. Seit Mai 2026 steht mit Cem Özdemir erstmals ein Politiker türkischer Herkunft als Ministerpräsident an der Spitze eines deutschen Bundeslandes. Der Weg vom „Gastarbeiter“ bis in die Staatskanzlei erzählt deshalb auch von einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Doch wie groß ist dieser Aufstieg wirklich – und wo bestehen weiterhin Ungleichheiten?

Recherche und Redaktion: Ramis KILICARSLAN

Die erste Generation arbeitete dort, wo Deutschland sie brauchte

Die Ausgangslage war eine völlig andere.

Die Männer und Frauen, die seit den 1960er-Jahren aus der Türkei kamen, waren vor allem als Arbeitskräfte angeworben worden. Viele arbeiteten in der Metallindustrie, im Bergbau, in der Automobilproduktion, im Baugewerbe oder an Fließbändern.

Ihre beruflichen Möglichkeiten waren begrenzt. Sprachprobleme, fehlende Anerkennung von Qualifikationen und die Vorstellung, der Aufenthalt werde ohnehin nur vorübergehend sein, prägten das Leben der ersten Generation.

Doch ihre Kinder wuchsen unter anderen Bedingungen auf.

Sie besuchten deutsche Kindergärten und Schulen, lernten Deutsch nicht erst am Arbeitsplatz, sondern als Sprache ihres Alltags. Sie machten eine Ausbildung, erwarben Abitur und studierten.

Damit begann ein Generationenwechsel.

Die zweite Generation erreichte höhere Bildungsabschlüsse

Dass dieser Wandel nicht nur aus einzelnen Erfolgsgeschichten besteht, zeigen Untersuchungen der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Historische Vergleiche zwischen der ersten und zweiten Generation zeigten bereits deutlich bessere Bildungswerte bei den in Deutschland geborenen Nachkommen.

Bei Männern türkischer Herkunft hatten in einer entsprechenden Untersuchung 21,7 Prozent der eingewanderten ersten Generation keinen allgemeinbildenden Schulabschluss. Bei Männern der zweiten Generation waren es nur noch 5,5 Prozent.

Auch bei Frauen verbesserte sich die Bildungsstruktur der zweiten Generation deutlich.

Der Weg verlief allerdings keineswegs ohne Hindernisse. Noch Ende der 1980er-Jahre lag die Ausbildungsquote türkischer Jugendlicher deutlich unter derjenigen deutscher Jugendlicher.

Quelle:
Bundeszentrale für politische Bildung – Integration und Arbeit
Bundeszentrale für politische Bildung – Einwanderung ohne Einwanderungsentscheidung

Aus Arbeiterkindern wurden Ärzte, Anwälte und Ingenieure

Mit den Bildungsabschlüssen veränderte sich auch die berufliche Struktur.

Die Kinder und Enkel der Arbeitsmigranten waren nicht mehr auf jene Tätigkeiten beschränkt, für die ihre Eltern ursprünglich angeworben worden waren.

Heute finden sich Menschen aus türkischstämmigen Familien in medizinischen Berufen, Krankenhäusern und Arztpraxen, in Anwaltskanzleien und Gerichten, in Ingenieur- und IT-Berufen, in Schulen und Hochschulen, in Verwaltungen, Medien, Forschung und Wirtschaft.

Andere absolvierten eine duale Ausbildung und wurden Meister, Techniker oder Fachkräfte. Wieder andere gründeten eigene Unternehmen und schufen selbst Arbeitsplätze.

Damit verschob sich auch das gesellschaftliche Bild: Aus Familien, deren erste Generation häufig als ungelernte oder angelernte Arbeitskräfte beschäftigt war, gingen zunehmend Akademiker und hochqualifizierte Fachkräfte hervor.

Aber die Statistik erzählt keine reine Erfolgsgeschichte

Gerade an dieser Stelle ist Vorsicht notwendig.

Der gesellschaftliche Aufstieg einzelner Generationen bedeutet nicht, dass Bildungsunterschiede verschwunden sind.

Der Sozialbericht 2024 zeigt für Personen türkischer Herkunft weiterhin deutliche Nachteile. Nach den dort ausgewerteten Daten verfügten 2021 rund 9 Prozent der Personen türkischer Herkunft über einen tertiären Bildungsabschluss. Rund 13 Prozent hatten höchstens einen Grundschulabschluss.

Die bpb weist ausdrücklich darauf hin, dass solche Unterschiede nicht losgelöst von der sozialen Herkunft betrachtet werden dürfen. Das Bildungsniveau der Eltern, soziale und ethnische Segregation sowie institutionelle Benachteiligung können die Bildungschancen erheblich beeinflussen.

Die Geschichte lautet deshalb nicht: Eine Generation war Arbeiter, die nächste wurde Akademiker.

Sie lautet vielmehr: Die berufliche und soziale Bandbreite wurde von Generation zu Generation erheblich größer.

Quelle:
Bundeszentrale für politische Bildung – Sozialbericht 2024: Bildungsabschlüsse von Migrantinnen und Migranten

Die Veränderung zeigt sich inzwischen auf dem gesamten Arbeitsmarkt

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen für Deutschland insgesamt, wie stark sich die berufliche Struktur der nachfolgenden Generationen verändert.

2025 arbeiteten 18,1 Prozent der Erwerbstätigen mit Einwanderungsgeschichte in akademischen Berufen. Bei Menschen, bei denen ein Elternteil eingewandert war, waren es sogar 27,1 Prozent.

Zum Vergleich: Bei Erwerbstätigen ohne Einwanderungsgeschichte betrug der Anteil 25,8 Prozent.

Diese Zahlen beziehen sich auf Menschen unterschiedlicher Herkunft und dürfen deshalb nicht einfach als Statistik der türkischen Community gelesen werden. Sie zeigen aber den generellen Generationeneffekt: Wer in Deutschland geboren wurde, das Bildungssystem durchlief und hier seine berufliche Qualifikation erwarb, findet sich wesentlich häufiger in akademischen und höher qualifizierten Tätigkeiten.

Quelle:
Statistisches Bundesamt (Destatis) – Fachkräfte und Zuwanderung, Mikrozensus 2025

Deutschland selbst hat sich verändert

Der Aufstieg der Nachfolgegenerationen lässt sich nicht vom Wandel Deutschlands trennen.

2025 lebten nach Angaben von Destatis 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland. Das entsprach 26,3 Prozent der Bevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten.

5,4 Millionen von ihnen waren in Deutschland geborene direkte Nachkommen zweier eingewanderter Eltern.

Unter den selbst eingewanderten Menschen waren jeweils rund 1,5 Millionen in der Türkei und in Polen geboren. Die Türkei gehört damit weiterhin zu den wichtigsten Herkunftsländern der Einwanderungsgeschichte Deutschlands.

Besonders auffällig ist das Alter: Bei den 25- bis 34-Jährigen hatte 2025 bereits mehr als jeder Dritte – 36 Prozent – eine Einwanderungsgeschichte.

Die nachfolgenden Generationen sind damit keine kleine gesellschaftliche Randgruppe. Sie gehören zum Kern der jüngeren Bevölkerung Deutschlands.

Quelle:
Statistisches Bundesamt – Mikrozensus 2025

Vom Bundestag bis ins Kanzleramt

Der gesellschaftliche Wandel wurde besonders sichtbar, als Menschen aus türkischen Familien politische Ämter übernahmen.

Cem Özdemir, 1965 als Sohn türkischer Eltern in Bad Urach geboren, zog 1994 für die Grünen in den Bundestag ein. Nach Angaben des Staatsministeriums Baden-Württemberg war er damals der erste Bundestagsabgeordnete türkischer Herkunft seiner Partei.

Später wurde er Bundesvorsitzender der Grünen, Mitglied des Europäischen Parlaments und schließlich Bundesminister. Von Dezember 2021 bis Mai 2025 war er Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, zeitweise zusätzlich Bundesminister für Bildung und Forschung.

Und dann folgte ein Schritt, der in den Jahren der „Gastarbeiter“ kaum vorstellbar gewesen wäre:

Am 13. Mai 2026 wurde Cem Özdemir zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt.

Damit steht heute der Sohn türkischer Einwanderer an der Spitze eines der wirtschaftsstärksten deutschen Bundesländer.

Quelle:
Staatsministerium Baden-Württemberg – Biografie Cem Özdemir
Staatsministerium Baden-Württemberg – Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Die Tochter türkischer Eltern leitete Sitzungen des Bundestages

Auch Aydan Özoğuz steht exemplarisch für diesen Wandel.

Sie wurde 1967 in Hamburg als Tochter türkischer Eltern geboren. 2001 zog sie in die Hamburgische Bürgerschaft ein, seit 2009 gehört sie dem Deutschen Bundestag an.

Von 2013 bis 2018 war sie Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Von 2021 bis 2025 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

Damit leitete die Tochter türkischer Eltern Sitzungen jenes Parlaments, das Jahrzehnte zuvor über „Gastarbeiter“, Ausländerpolitik und Rückkehrförderung debattiert hatte.

Heute ist Özoğuz weiterhin Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Ehrenamt.

Quelle:
Deutscher Bundestag – Biografie Aydan Özoğuz

Vom Rathaus bis zur Landesregierung

Doch gesellschaftliche Teilhabe findet nicht nur in Berlin statt.

Menschen mit türkischer Familiengeschichte sitzen heute in Gemeinderäten, Bezirksversammlungen, Stadtparlamenten und Landtagen. Sie übernehmen Verantwortung in Kommunalverwaltungen, Ministerien und politischen Parteien.

Sie wurden Bürgermeister, Staatssekretäre, Minister und Bundesminister.

In Baden-Württemberg gehört beispielsweise Neşe Erikli seit 2026 als Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst der Landesregierung an.

Damit reicht die politische Präsenz inzwischen von kommunalen Vertretungen bis in die Spitze eines Bundeslandes.

Quelle:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg – Landesregierung 2026

Nicht nur Politik: Sie sind Teil der Institutionen geworden

Noch wichtiger als prominente Namen ist jedoch die Veränderung im Alltag.

Die Nachkommen der Arbeitsmigration sitzen heute nicht nur im Bundestag oder in Ministerien.

Sie behandeln Patienten, unterrichten Kinder, vertreten Mandanten, planen Gebäude, entwickeln Software, forschen an Universitäten, führen Unternehmen und arbeiten in Verwaltungen.

Sie sind Ärzte und Pflegekräfte, Rechtsanwälte und Juristen, Ingenieure und Architekten, Lehrer und Erzieher, Professoren und Wissenschaftler, Handwerksmeister, Unternehmer und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes.

Hinzu kommen Künstler, Schriftsteller, Schauspieler, Musiker und Sportler, deren Biografien längst Teil der deutschen Kultur- und Sportgeschichte sind.

Das Entscheidende daran ist nicht, dass jeder Nachkomme der ersten Arbeitsmigranten einen gesellschaftlichen Aufstieg erlebt hätte.

Das Entscheidende ist, dass Herkunft und Beruf heute nicht mehr so eng miteinander verbunden sind wie zu Beginn der Arbeitsmigration.

Vom Fließband in die Mitte der Gesellschaft

1961 wurden Menschen aus der Türkei angeworben, weil Deutschland Arbeitskräfte brauchte.

1983 bot der Staat einem Teil dieser Menschen Geld an, wenn sie dauerhaft zurückkehrten.

Doch viele blieben.

Ihre Kinder gingen in Deutschland zur Schule. Ihre Enkel studierten oder machten eine Ausbildung. Manche gründeten Unternehmen. Andere gingen in den Staatsdienst. Einige gelangten in Parlamente und Ministerien.

Und 65 Jahre nach dem Anwerbeabkommen steht ein Sohn türkischer Einwanderer als Ministerpräsident an der Spitze Baden-Württembergs.

Die Geschichte der türkischen Arbeitsmigration ist deshalb längst keine Geschichte ausländischer Arbeiter mehr.

Sie ist Teil der deutschen Gesellschaftsgeschichte.

Und damit stellt sich die nächste Frage:

Wenn ihre Nachkommen längst in Rathäusern, Parlamenten und staatlichen Institutionen sitzen – wann wurden sie auch politisch zu einem selbstverständlichen Teil Deutschlands?


Morgen | Teil 6/7

Sie wurden auch Teil der Politik

Vom „Gastarbeiter“ ohne politische Mitsprache zum deutschen Staatsbürger, Bundestagsabgeordneten, Minister und Ministerpräsidenten: Wie veränderte sich das Staatsangehörigkeitsrecht, wann begann Deutschland sich als Einwanderungsland zu verstehen – und wie wurden Menschen türkischer Herkunft vom Gegenstand der Ausländerpolitik selbst zu politischen Entscheidungsträgern?

İşçilerin çocukları yükseldi

Ya gerçekten giderlerse?

ALMANYA’YA AİT OLDULAR

OBJEKTİVNEWS ARAŞTIRMA | 5/7

İşçilerin çocukları yükseldi

Anne ve babaları fabrikalarda, madenlerde, şantiyelerde ve üretim bantlarında çalıştı. Çocukları, torunları ve bugün artık onların çocukları bambaşka bir Almanya tablosu oluşturuyor. Meslek eğitimi aldılar, üniversite bitirdiler, şirket kurdular; doktor, avukat, mühendis, öğretmen, akademisyen ve kamu çalışanı oldular. Belediyelere, bürokrasiye ve parlamentolara girdiler, siyasi sorumluluk üstlendiler ve devletin en yüksek makamlarına kadar yükseldiler. Mayıs 2026’dan bu yana Cem Özdemir’in Baden-Württemberg Eyalet Başbakanı olması, “Gastarbeiter” olarak gelen bir kuşaktan eyalet başbakanlığına uzanan dönüşümün en çarpıcı örneklerinden biri. Peki bu yükseliş gerçekte ne kadar büyük ve hangi eşitsizlikler hâlâ devam ediyor?

Araştırma ve Yazı: Ramis KILICARSLAN

İlk kuşak Almanya’nın ihtiyaç duyduğu yerde çalıştı

Başlangıçtaki tablo tamamen farklıydı.

1960’lı yıllardan itibaren Türkiye’den gelen kadın ve erkekler Almanya’ya öncelikle işgücü olarak çağrıldı. Birçoğu metal sanayisinde, madenlerde, otomobil üretiminde, inşaatlarda ve üretim bantlarında çalıştı.

Mesleki hareket alanları sınırlıydı. Dil sorunu, diplomaların tanınmaması ve zaten birkaç yıl sonra Türkiye’ye dönecekleri düşüncesi ilk kuşağın hayatını belirliyordu.

Çocukları ise başka koşullarda büyüdü.

Alman anaokullarına ve okullarına gittiler. Almancayı fabrikada öğrenilecek yabancı bir dil olarak değil, günlük hayatlarının dili olarak öğrendiler.

Meslek eğitimi yaptılar, Abitur aldılar ve üniversiteye girdiler.

Kuşak değişimi böyle başladı.

İkinci kuşak daha yüksek eğitim düzeyine ulaştı

Bu değişimin yalnızca birkaç kişinin başarı hikâyesinden ibaret olmadığını Federal Siyasi Eğitim Merkezi’nin (bpb) araştırmaları da gösteriyor.

Birinci ve ikinci kuşağı karşılaştıran tarihsel veriler, Almanya’da doğan çocukların eğitim durumunun belirgin biçimde iyileştiğini ortaya koyuyor.

İlgili araştırmada Türkiye’den göç etmiş birinci kuşak erkeklerin yüzde 21,7’sinin genel bir okul diploması yokken, ikinci kuşak Türkiye kökenli erkeklerde bu oran yüzde 5,5’e düşüyordu.

Kadınlarda da ikinci kuşağın eğitim yapısı birinci kuşağa kıyasla belirgin biçimde iyileşti.

Ancak yol kolay değildi. 1980’lerin sonunda bile Türkiye kökenli gençlerin meslek eğitimi oranı Alman gençlerden çok daha düşüktü.

Kaynak:
Federal Siyasi Eğitim Merkezi (bpb) – Integration und Arbeit
bpb – Einwanderung ohne Einwanderungsentscheidung

İşçi çocuklarından doktorlar, avukatlar ve mühendisler çıktı

Eğitim düzeyi değiştikçe mesleklerin yapısı da değişti.

İşçi göçüyle gelenlerin çocukları ve torunları artık anne ve babalarının çağrıldığı işlerle sınırlı kalmadı.

Türkiye kökenli ailelerden gelen insanlar bugün hastanelerde ve muayenehanelerde doktorluk yapıyor; hukuk bürolarında ve yargı sisteminde çalışıyor; mühendislik ve bilişim alanlarında görev alıyor; okullarda öğretmen, üniversitelerde akademisyen oluyor.

Bir bölümü dual meslek eğitimi yaparak usta, teknisyen ve uzman işgücü haline geldi.

Bir bölümü kendi şirketlerini kurarak başkalarına iş vermeye başladı.

İlk kuşağın büyük ölçüde vasıfsız veya yarı vasıflı işlerde çalıştığı ailelerden artık akademisyenler ve yüksek nitelikli uzmanlar çıkıyordu.

Ama rakamlar yalnızca bir başarı hikâyesi anlatmıyor

Burada tabloyu romantikleştirmemek gerekiyor.

Bazı kuşakların toplumsal yükselişi eğitim eşitsizliklerinin ortadan kalktığı anlamına gelmiyor.

2024 Sosyal Raporu’nda kullanılan verilere göre 2021’de Türkiye kökenlilerin yaklaşık yüzde 9’u yükseköğretim düzeyinde bir diplomaya sahipti. Yaklaşık yüzde 13’ünün ise en yüksek eğitim düzeyi ilkokul veya daha altındaydı.

bpb, bu farkların ailelerin sosyoekonomik durumundan bağımsız değerlendirilemeyeceğini özellikle vurguluyor. Anne ve babanın eğitim seviyesi, sosyal ve etnik ayrışma ile kurumsal ayrımcılık çocukların eğitim şansını etkileyebiliyor.

Dolayısıyla hikâye “birinci kuşak işçiydi, ikinci kuşak akademisyen oldu” kadar basit değil.

Asıl değişim şu:

Kuşaklar ilerledikçe Türkiye kökenlilerin mesleki ve toplumsal yelpazesi olağanüstü genişledi.

Kaynak:
Federal Siyasi Eğitim Merkezi – Sozialbericht 2024: Bildungsabschlüsse von Migrantinnen und Migranten

Değişim artık bütün iş piyasasında görülüyor

Federal İstatistik Dairesi’nin (Destatis) 2025 verileri Almanya genelindeki kuşak değişimini açık biçimde gösteriyor.

Göç hikâyesi bulunan çalışanların yüzde 18,1’i akademik mesleklerde çalışıyordu.

Anne veya babasından yalnızca biri Almanya’ya göç etmiş çalışanlarda bu oran yüzde 27,1’e yükseliyordu.

Göç hikâyesi bulunmayan çalışanlarda ise oran yüzde 25,8’di.

Bu rakamların yalnızca Türkiye kökenlilere ait olmadığının altını çizmek gerekiyor. Farklı kökenlerden insanları kapsıyorlar.

Ancak genel kuşak etkisini gösteriyorlar: Almanya’da doğup eğitim sisteminden geçen ve mesleki niteliğini burada kazanan sonraki kuşaklar akademik ve yüksek nitelikli mesleklerde çok daha görünür hale geliyor.

Kaynak:
Federal İstatistik Dairesi (Destatis) – Mikrozensus 2025

Almanya’nın kendisi de değişti

Türkiye kökenli sonraki kuşakların yükselişini Almanya’nın demografik dönüşümünden ayrı düşünmek mümkün değil.

Destatis’e göre 2025’te Almanya’da 21,8 milyon göç hikâyesi bulunan insan yaşıyordu. Bu, özel hanelerde yaşayan nüfusun yüzde 26,3’ü demekti.

Bunların 5,4 milyonu, Almanya’da doğmuş ve anne-babasının ikisi de göç etmiş doğrudan ikinci kuşaktı.

Almanya’ya kendisi göç etmiş nüfus içinde Türkiye doğumluların sayısı yaklaşık 1,5 milyondu. Türkiye böylece Polonya ile birlikte Almanya’daki en büyük göç kaynaklarından biri olmaya devam ediyor.

Genç nüfustaki değişim daha da dikkat çekici:

2025’te Almanya’daki 25-34 yaş grubunun yüzde 36’sının göç hikâyesi vardı.

Yani sonraki kuşaklar artık toplumun kenarında küçük bir azınlık değil; Almanya’nın genç nüfusunun temel parçalarından biri.

Kaynak:
Federal İstatistik Dairesi – Mikrozensus 2025

Bundestag’dan eyalet başbakanlığına

Dönüşümün en görünür olduğu alanlardan biri siyaset oldu.

Türk anne ve babanın oğlu olarak 1965’te Bad Urach’ta doğan Cem Özdemir, 1994’te Yeşiller’den Federal Meclis’e girdi. Baden-Württemberg Eyalet Hükümeti’nin resmî biyografisine göre partisinin Türkiye kökenli ilk Bundestag milletvekili oldu.

Daha sonra Yeşiller’in Federal Eş Başkanı, Avrupa Parlamentosu milletvekili ve federal bakan oldu.

Aralık 2021-Mayıs 2025 arasında Federal Gıda ve Tarım Bakanlığı yaptı; bir dönem buna Federal Eğitim ve Araştırma Bakanlığı görevi de eklendi.

Ardından işçi göçünün başladığı yıllarda neredeyse hayal bile edilemeyecek bir makam geldi:

13 Mayıs 2026’da Cem Özdemir Baden-Württemberg Eyalet Başbakanı seçildi.

Bugün Türkiye’den Almanya’ya göç etmiş bir ailenin oğlu, Almanya’nın ekonomik açıdan en güçlü eyaletlerinden birinin hükümetinin başında bulunuyor.

Kaynak:
Baden-Württemberg Eyalet Hükümeti – Cem Özdemir biyografisi
Baden-Württemberg Eyalet Hükümeti – Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Türk anne-babanın kızı Bundestag oturumlarını yönetti

Aydan Özoğuz’un siyasi kariyeri de dönüşümün bir başka örneği.

1967’de Hamburg’da Türk anne-babanın çocuğu olarak doğdu.

2001’de Hamburg Eyalet Parlamentosu’na girdi. 2009’dan bu yana Federal Meclis milletvekili.

2013-2018 yıllarında Başbakanlık Devlet Bakanı ve Federal Hükümet’in Göç, Mülteciler ve Uyum Sorumlusu olarak görev yaptı.

2021-2025 arasında ise Federal Meclis Başkanvekili oldu.

Böylece Türk işçi ailelerinden gelen ikinci kuşağın bir temsilcisi, on yıllar önce “Gastarbeiter”, yabancılar politikası ve geri dönüş teşviklerini tartışan Federal Meclis’in oturumlarını yöneten isimlerden biri haline geldi.

Özoğuz bugün de Bundestag milletvekili ve Spor ve Gönüllülük Komisyonu Başkanı olarak görev yapıyor.

Kaynak:
Alman Federal Meclisi – Aydan Özoğuz biyografisi

Belediyeden eyalet hükümetine

Siyasi ve kurumsal katılım yalnızca Berlin’den ibaret değil.

Türkiye kökenli insanlar bugün belediye meclislerinde, ilçe ve şehir yönetimlerinde, eyalet parlamentolarında görev yapıyor.

Yerel yönetimlerde ve bakanlıklarda sorumluluk üstleniyorlar.

Belediye başkanlığı, müsteşarlık, devlet bakanlığı, bakanlık ve federal bakanlık düzeylerine kadar yükseldiler.

Siyasi temsil böylece yerel yönetimlerden bir eyaletin en üst makamına kadar uzanmış durumda.

Kaynak:
Baden-Württemberg Bilim, Araştırma ve Sanat Bakanlığı – Eyalet Hükümeti 2026

Yalnızca siyasette değil, kurumların içinde

Ancak asıl değişimi birkaç tanınmış siyasetçiden çok günlük hayat gösteriyor.

İşçi göçünün çocukları ve torunları bugün yalnızca parlamentolarda veya bakanlıklarda değil.

Hastaları tedavi ediyorlar. Çocuklara ders veriyorlar. Müvekkillerini mahkemelerde savunuyorlar. Binaları ve makineleri tasarlıyorlar. Yazılım geliştiriyorlar. Üniversitelerde araştırma yapıyorlar. Şirket yönetiyorlar ve kamu kurumlarında çalışıyorlar.

Doktor ve sağlık çalışanı, avukat ve hukukçu, mühendis ve mimar, öğretmen ve eğitimci, profesör ve bilim insanı, usta, teknisyen, girişimci ve kamu çalışanı oldular.

Kültür ve sporda da aynı dönüşüm yaşandı. Türkiye kökenli yazarların, oyuncuların, müzisyenlerin, sanatçıların ve sporcuların başarıları artık Almanya’nın kültür ve spor tarihinin de bir parçası.

Buradaki temel gerçek, ilk işçi kuşağının her çocuğunun toplumsal olarak yükselmiş olması değil.

Değişimin büyüklüğü başka yerde:

Bir insanın Türkiye kökenli olması ile hangi işi yapabileceği arasındaki bağ, 1960’ların Almanya’sına kıyasla kökten değişti.

Üretim bandından toplumun merkezine

1961’de Almanya Türkiye’den insanları çalışmaları için çağırdı.

1983’te devlet onların bir bölümüne kesin olarak geri dönmeleri halinde para teklif etti.

Ama yüz binlercesi kaldı.

Çocukları Almanya’da okula gitti. Torunları meslek eğitimi yaptı veya üniversite bitirdi. Şirketler kurdular. Kamu hizmetine girdiler. Parlamentolara ve bakanlıklara ulaştılar.

Ve İşgücü Anlaşması’ndan 65 yıl sonra Türkiye’den göç etmiş bir ailenin oğlu Baden-Württemberg’in Eyalet Başbakanı oldu.

Bu nedenle Türkiye’den Almanya’ya işçi göçünün tarihi artık yalnızca “yabancı işçilerin” tarihi değildir.

Almanya’nın kendi toplumsal tarihinin bir parçasıdır.

Şimdi geriye başka bir soru kalıyor:

Onların çocukları belediyelerde, parlamentolarda ve devlet kurumlarında yer alıyorsa, Almanya onları siyasi olarak ne zaman gerçekten kendisinin bir parçası kabul etmeye başladı?


Yarın | Bölüm 6/7

Siyasetin de parçası oldular

Siyasi söz hakkı bulunmayan “Gastarbeiter”den Alman vatandaşına, milletvekiline, federal bakana ve eyalet başbakanına: Vatandaşlık hukuku nasıl değişti, Almanya kendisini ne zaman bir göç ülkesi olarak görmeye başladı ve Türkiye kökenliler “yabancılar politikasının konusu” olmaktan çıkıp nasıl karar vericiler arasına girdi?

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