Ramadan – Monat der Barmherzigkeit und inneren Erneuerung

Der Ramadan – Der heilige Monat des Islam

Die muslimische Gemeinschaft hat mit dem Ramadan begonnen. Der Ramadan endet in diesem Jahr am 19. März.

Der Monat Ramadan im Mondkalender

Der Ramadan ist der 9. Monat des islamischen Mondkalenders und dauert etwa 10–11 Tage kürzer als im gregorianischen Kalender. Daher verschiebt sich der Fastenmonat jedes Jahr um einige Tage nach vorne.

Historischer Kontext des Ramadan

Im Jahr 624 n. Chr., also 14 Jahre nach Beginn der islamischen Zeitrechnung, wurde das Fasten im Ramadan durch folgenden Koranvers verpflichtend:

O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vor euch vorgeschrieben war, damit ihr gottesfürchtig werdet.“ (Koran 2:183)

Bedeutung des Begriffs Ramadan

Der Name Ramadan stammt von der arabischen Wurzel r-m-ḍ und bedeutet „brennende Hitze und Trockenheit“. Symbolisch steht er für die Reinigung von Sünden – so wie die Hitze die Erde austrocknet. Der Ramadan gilt als Zeit der spirituellen Erneuerung und inneren Reinigung.

Ramadan – Der Monat des Korans

Der Koran wurde im Monat Ramadan offenbart, weshalb dieser Monat als besonders heilig gilt. Muslime reflektieren über die Bedeutung der Offenbarung und wenden die Lehren im Alltag an. Gebet und das Lesen des Korans haben in dieser Zeit einen besonderen Stellenwert.

Die Pflicht des Fastens

Das Fasten (Sawm) ist für jeden gesunden und erwachsenen Muslim verpflichtend:

Wer von euch den Monat erlebt, der soll in ihm fasten. Wer krank oder auf Reisen ist, soll es an anderen Tagen nachholen. Gott will es euch leicht machen und nicht schwer.“ (Koran 2:185)

Wer ist vom Fasten befreit?

Kranke, Reisende, schwangere und stillende Frauen, alte und schwache Menschen sowie Kinder vor der Pubertät.

Praxis des Fastens

Sahur – Das Frühmahl

Das Fasten beginnt mit dem Frühmahl vor der Morgendämmerung. Danach verzichtet man bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und weltliche Bedürfnisse.

Iftar – Das Fastenbrechen

Zum Sonnenuntergang wird das Fasten traditionell mit Datteln und Wasser gebrochen, gefolgt von einer Mahlzeit mit Familie oder Freunden.

Äußere und innere Bedeutung des Fastens

Äußere Form: Verzicht auf Nahrung und weltliche Bedürfnisse.
Innere Bedeutung: Reinigung der Seele, Selbstreflexion und Gottesbewusstsein.

Weisheiten des Fastens

Geduld und innere Stärke entwickeln, schlechte Gewohnheiten überwinden, Bewusstsein für eigene Schwäche und Bedürftigkeit gewinnen sowie Demut und Hingabe gegenüber Gott stärken.

Gesellschaftliche Bedeutung des Ramadan

Der Ramadan stärkt das Gemeinschaftsgefühl, fördert Frieden, Vergebung und Toleranz und lenkt die Aufmerksamkeit auf Armut und Bedürftigkeit.

Muqabele – Gemeinsame Koranlesung

Muqabele bedeutet „gegenseitiges Vortragen“ des Korans. Diese Tradition geht auf den Propheten Muhammad zurück, der im Ramadan dem Engel Gabriel die offenbarten Verse vortrug.

Das Ramadanfest – Eid al-Fitr

Das Ramadanfest markiert das Ende des Fastens. Es ist eine Zeit der Freude, Vergebung und Gemeinschaft mit Familie, Freunden und Bedürftigen.

Traditionen im Ramadan

Trommler als Wecker vor Sahur, Gebetsruf (Adhan), Datteln zum Fastenbrechen, Spenden für Bedürftige, Tarawih-Gebet in der Nacht sowie gemeinsames Koranlesen.

Weisheiten des Fastens in Religionen

Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm): „Fasten bedeutet nicht nur Hunger und Durst, sondern sich von sündhafter Rede und falschem Handeln fernzuhalten.

Jesus (Friede sei mit ihm): „Wenn ihr fastet, zeigt es nicht nach außen. Fastet im Verborgenen, und euer Herr wird es sehen und euch belohnen.“

Der Ramadan ist nicht nur eine Zeit des Fastens, sondern eine Zeit der inneren Reinigung, der Stärkung des Glaubens, des Mitgefühls und des sozialen Zusammenhalts.

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