OBJEKTIVNEWS RECHERCHE | 1/7
Was, wenn sie wirklich gehen?
Schon vor 1961 waren sie da/1961’den önce de vardılar
Recherche und Redaktion: Ramis KILICARSLAN
Die Geschichte der Menschen aus der Türkei in Deutschland begann nicht erst mit dem Anwerbeabkommen von 1961. Ihre Spuren führen von den deutsch-osmanischen Beziehungen über Ausbildung und Wissenschaft bis in die junge Bundesrepublik. Zugleich verlief die Bewegung zeitweise in die andere Richtung: Als Wissenschaftler im nationalsozialistischen Deutschland verfolgt wurden, bot ihnen die Türkei eine neue Wirkungsstätte. Bereits 1957, vier Jahre vor dem Anwerbeabkommen, stellten Bonn und Ankara ihre Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen auf eine vertragliche Grundlage.
Beziehungen lange vor den „Gastarbeitern“
Deutschland und die Türkei verbindet eine Geschichte, die weit vor die Arbeitsmigration der 1960er-Jahre zurückreicht. Schon das Deutsche und das Osmanische Reich arbeiteten vor dem Ersten Weltkrieg militärisch und wirtschaftlich eng zusammen.
Diese Beziehungen hatten auch eine menschliche Dimension. Nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) lebten bereits 1912 rund 1.350 Türken in Berlin. 1916 wurde dort eine Deutsch-Türkische Vereinigung gegründet, die mit der türkischen Regierung ein Lehrlingsabkommen schloss. Junge Menschen aus der Türkei sollten damit berufliche Kenntnisse erwerben.
Als Deutsche in der Türkei Zuflucht fanden
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bekam die deutsch-türkische Geschichte eine völlig andere Richtung.
Jüdische, oppositionelle und aus anderen Gründen verfolgte Wissenschaftler verloren in Deutschland ihre Stellen. Viele mussten das Land verlassen. Die Türkei befand sich gleichzeitig mitten in einer umfassenden Hochschulreform und suchte qualifizierte Wissenschaftler.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts fanden in den 1930er- und 1940er-Jahren mehr als 80 namhafte deutsche Wissenschaftler und Künstler Zuflucht in der Türkei. Bezieht man Wissenschaftler und Familien aus Deutschland und Österreich breiter ein, spricht das Auswärtige Amt von mehreren Hundert Emigranten. Namen wie Bruno Taut, Alexander Rüstow, Gerhard Kessler, Fritz Neumark oder Ernst Praetorius sind bis heute mit dieser Epoche verbunden. Sie wirkten an Universitäten und beim Aufbau wissenschaftlicher und kultureller Einrichtungen mit.
Quelle: Auswärtiges Amt – Deutsche Exilanten in der Türkei
Die Türkei handelte bereits vor Einsteins Brief
Dabei ist die Chronologie entscheidend: Die Aufnahme deutscher Wissenschaftler begann nicht erst aufgrund des berühmten Briefes Albert Einsteins.
Die staatliche Atatürk Ansiklopedisi dokumentiert, dass der Schweizer Hochschulreformer Albert Malche bereits im Mai 1933 die in Zürich gegründete Hilfsorganisation deutscher Exilwissenschaftler darüber informierte, dass in der Türkei Beschäftigungsmöglichkeiten bestanden.
Daraufhin reiste der Mediziner Philipp Schwartz nach Ankara. Am 6. Juli 1933 nahm er an einer Sitzung unter Leitung des türkischen Bildungsministers Reşit Galip teil. Dort wurden ein vorläufiges Protokoll und eine Liste von Wissenschaftlern vorbereitet, die an der Universität Istanbul eingesetzt werden könnten.
Besonders bemerkenswert: Nach der Darstellung der Atatürk Ansiklopedisi erfuhr Schwartz am folgenden Tag, dass die Liste und das Protokoll Atatürk vorgelegt worden waren. Anschließend wurden die Verhandlungen mit den Wissenschaftlern fortgesetzt.
Auch das Auswärtige Amt bestätigt, dass Schwartz 1933 im Namen der „Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland“ mit dem türkischen Unterrichtsminister die Grundlage für die Beschäftigung deutscher Professoren und Wissenschaftler in der Türkei vereinbarte.
Quellen:
Atatürk Ansiklopedisi – Die Universitätsreform von 1933
Auswärtiges Amt – Deutsche Exilanten in der Türkei
Dann kam Einsteins berühmter Brief
Erst in diese bereits laufende Entwicklung fällt Albert Einsteins berühmter Brief vom 17. September 1933, der häufig als „Brief Einsteins an Atatürk“ bezeichnet wird.
Einstein setzte sich darin für Wissenschaftler und Ärzte ein, die im nationalsozialistischen Deutschland ihre berufliche Existenz verloren hatten. Historisch entscheidend für die Einordnung ist jedoch: Als dieser Brief die Türkei erreichte, hatte Ankara bereits Monate zuvor begonnen, die Beschäftigung deutscher Exilwissenschaftler vorzubereiten.
Einsteins Schreiben war somit nicht der Auslöser der türkischen Aufnahmeinitiative, sondern ein bedeutendes Dokument innerhalb einer Entwicklung, die bereits im Frühjahr und Sommer 1933 begonnen hatte.
Die ersten Verträge mit ausländischen Professoren wurden nach Angaben der Atatürk Ansiklopedisi schließlich am 4. Oktober 1933 in Genf im Beisein von Albert Malche, Philipp Schwartz und dem türkischen Botschafter Cemâl Hüsnü unterzeichnet.
Für unser Dossier ist diese Reihenfolge wichtig: Die Türkei reagierte nicht erst auf Einsteins Appell. Die Hochschulreform und die Aufnahme verfolgter deutscher Wissenschaftler waren bereits angelaufen.
Historische Grundlage:
Atatürk Ansiklopedisi – 1933 Üniversite Reformu
1957 – Kulturabkommen vor dem Anwerbeabkommen
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein neues Kapitel. Noch bevor Hunderttausende Menschen aus der Türkei als Arbeitnehmer nach Deutschland kamen, institutionalisierten beide Staaten ihre Beziehungen in Kultur, Bildung und Wissenschaft.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei am 8. Mai 1957 ein Kulturabkommen. Das Auswärtige Amt bezeichnet dieses Abkommen bis heute als vertragliche Grundlage der deutsch-türkischen Kulturbeziehungen. Es umfasst die Zusammenarbeit auf geistigem, künstlerischem und wissenschaftlichem Gebiet.
Das Abkommen sah zudem regelmäßige Treffen eines Ständigen Gemischten Deutsch-Türkischen Kulturausschusses vor. In den Bildungsbeziehungen besteht darüber hinaus eine gemischte deutsch-türkische Expertenkommission für den Unterricht türkischer Schülerinnen und Schüler in der Bundesrepublik Deutschland.
Damit waren Bildung und Wissenschaft bereits Jahre vor der großen Arbeitsmigration Gegenstand institutionalisierter deutsch-türkischer Zusammenarbeit.
Quellen:
Auswärtiges Amt – Deutsch-türkische Kulturbeziehungen
Auswärtiges Amt – Bilaterale Abkommen im Kulturbereich
Türkische Arbeitnehmer waren bereits da
Auch die Vorstellung, dass türkische Arbeitnehmer erst nach dem 30. Oktober 1961 in Deutschland auftauchten, hält den historischen Dokumenten nicht stand.
Eine bei German History in Documents and Images (GHDI) veröffentlichte Quelle aus dem Jahr 1961 zeigt, dass die Vermittlung türkischer Arbeitnehmer zunächst auf Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg konzentriert werden sollte.
Die Begründung ist bemerkenswert: Dort seien bereits eine größere Zahl türkischer Arbeitnehmer beschäftigt und Erfahrungen mit ihrer Beschäftigung vorhanden gewesen.
Zudem ging es nicht ausschließlich um ungelernte Arbeitskräfte. Das Dokument nennt ausdrücklich qualifizierte Kräfte unter anderem für die Textil- und Metallindustrie, Lebensmittelindustrie, den Schiffbau, das Baugewerbe und den Bergbau.
Quelle: GHDI – Der Beginn der türkischen Arbeitsmigration 1961
1961 war der Wendepunkt – nicht der Anfang
Der 30. Oktober 1961 bleibt dennoch eine Zäsur.
Nicht weil an diesem Tag die Geschichte der Türken in Deutschland begann, sondern weil aus einer bis dahin begrenzteren Bewegung eine staatlich organisierte Massenmigration wurde.
Deutschland brauchte Arbeitskräfte. Menschen aus der Türkei kamen in die Fabriken, auf Baustellen, in Bergwerke und andere Betriebe. Ursprünglich war ihr Aufenthalt weitgehend als vorübergehend gedacht.
Doch viele blieben.
Familien folgten. Kinder wurden in Deutschland geboren. Neue Generationen wuchsen hier auf. Aus Arbeitern und ihren Nachkommen wurden Fachkräfte, Unternehmer, Ärzte, Pflegekräfte, Ingenieure, Lehrer, Wissenschaftler, Künstler, Sportler und Politiker.
Die Geschichte zwischen Deutschland und der Türkei war damit lange vor 1961 von Austausch geprägt – zeitweise sogar in umgekehrter Richtung. Mit der Arbeitsmigration entstand daraus schließlich etwas Dauerhaftes.
Und genau deshalb führt uns diese Geschichte zur Leitfrage unseres siebenteiligen Dossiers:
Was, wenn sie wirklich gehen?
Morgen | Teil 2/7
Warum Deutschland Arbeitskräfte aus der Türkei holte
Das Wirtschaftswunder brauchte Menschen: Wie das Anwerbeabkommen von 1961 zustande kam, welche Interessen Deutschland und die Türkei verfolgten, wie Bewerber ausgewählt und medizinisch untersucht wurden – und wie ihre Reise in die deutschen Betriebe begann.
OBJEKTİVNEWS ARAŞTIRMA | 1/7
ALMANYA’YA AİT OLDULAR
Ya gerçekten giderlerse?
1961’den önce de vardılar
Araştırma ve Yazı: Ramis KILICARSLAN
Türkiye’den Almanya’ya uzanan insan hikâyesi 1961 İşgücü Anlaşması’yla başlamadı. Osmanlı-Alman ilişkilerinden eğitim ve bilim alanındaki işbirliğine, Nazi döneminde Türkiye’ye sığınan Alman bilim insanlarından 1957 Kültür Anlaşması’na uzanan çok daha eski bir geçmiş bulunuyor. Üstelik göçün yönü her zaman Türkiye’den Almanya’ya olmadı. Yedi bölümlük dosyamızın ilk bölümünde 1961’den önceki bu çoğu zaman gözden kaçan tarihe bakıyoruz.
“Gastarbeiter”lerden çok önce
Almanya ile Türkiye arasındaki ilişkiler işçi göçünden çok daha eski. Birinci Dünya Savaşı öncesinde Alman İmparatorluğu ile Osmanlı İmparatorluğu arasındaki askerî ve ekonomik ilişkiler giderek yoğunlaştı.
Bu ilişkilerin insani boyutu da vardı. Federal Siyasi Eğitim Merkezi’nin (bpb) verilerine göre 1912’de Berlin’de yaklaşık 1.350 Türk yaşıyordu. 1916’da Berlin’de kurulan Alman-Türk Cemiyeti ise Türk hükümetiyle bir çıraklık anlaşması yaptı. Böylece Türkiye’den gençlerin Almanya’da mesleki bilgi edinmesine yönelik kurumsal bir bağlantı oluştu.
Kaynak: bpb – Türkische Minderheit in Deutschland: Geschichtlicher Rückblick
Alman bilim insanları Türkiye’ye sığındığında
1933’te Nazilerin iktidara gelmesiyle bu kez insan hareketliliğinin yönü tersine döndü.
Yahudi kökenleri, siyasi görüşleri veya Nazi rejiminin baskıları nedeniyle çok sayıda bilim insanı Almanya’daki görevlerini kaybetti. Aynı dönemde Türkiye kapsamlı bir üniversite reformu gerçekleştiriyordu ve nitelikli akademisyenlere ihtiyaç duyuyordu.
Almanya Dışişleri Bakanlığı’na göre, 1930’lu ve 1940’lı yıllarda 80’den fazla tanınmış Alman bilim insanı ve sanatçı Nazi zulmünden kaçarak Türkiye’ye sığındı. Bilim insanları ve ailelerinin Almanya ve Avusturya’dan göçünü daha geniş değerlendiren Bakanlık, sayının birkaç yüzü bulduğunu ve bu insanların Türk üniversitelerinin gelişimine katkıda bulunduğunu belirtiyor.
Bruno Taut, Alexander Rüstow, Gerhard Kessler, Fritz Neumark ve Ernst Praetorius bu dönemde Türkiye’de çalışan isimlerden yalnızca bazılarıydı.
Kaynak: Almanya Dışişleri Bakanlığı – Türkiye’ye sığınan Almanlar
Türkiye Einstein’ın mektubundan önce harekete geçmişti
Burada kronoloji özellikle önemli.
Alman bilim insanlarının Türkiye’ye kabul edilmesi Einstein’ın mektubuyla başlamadı.
Atatürk Ansiklopedisi’nin belgeler üzerinden aktardığına göre, Türkiye’deki üniversite reformunda görev yapan Albert Malche, Mayıs 1933’te Zürih’teki mülteci Alman bilim insanları örgütüne Türkiye’de çalışma imkânı bulunduğunu bildirdi.
Bunun üzerine örgütün başındaki Prof. Dr. Philipp Schwartz Türkiye’ye geldi.
6 Temmuz 1933’te Ankara’da, dönemin Milli Eğitim Bakanı Reşit Galip başkanlığında yapılan toplantıda, mülteci Alman bilim insanlarının İstanbul Üniversitesi’nde görevlendirilmesine temel oluşturacak bir ön protokol ile isim ve kürsü listesi hazırlandı.
Atatürk Ansiklopedisi’ne göre Schwartz ertesi gün, hazırlanan liste ve protokolün Atatürk’e sunulduğunu öğrendi. Sağlık alanında da Alman profesörlerin görevlendirilmesi görüşüldü.
Almanya Dışişleri Bakanlığı da Philipp Schwartz’ın 1933 yılında Türk Milli Eğitim Bakanı ile Alman profesör ve bilim insanlarının Türkiye’de çalıştırılmasına ilişkin temel anlaşmayı yaptığını belirtiyor.
Kaynaklar:
Atatürk Ansiklopedisi – 1933 Üniversite Reformu
Almanya Dışişleri Bakanlığı – Türkiye’ye sığınan Almanlar
Ardından Einstein’ın ünlü mektubu geldi
Albert Einstein’ın 17 Eylül 1933 tarihli ve tarihe sıklıkla “Atatürk’e mektup” olarak geçen yazısı, işte bu sürecin ardından geldi.
Einstein, Nazi Almanyası’nda mesleklerini sürdüremeyen profesör ve doktorların Türkiye’de çalışmalarına imkân sağlanması için girişimde bulunuyordu.
Ancak tarihsel sıralama önemli: Einstein’ın mektubu Türkiye’ye ulaştığında Ankara Alman akademisyenlerin kabulü için aylar önce harekete geçmişti.
Dolayısıyla Einstein’ın mektubunu Türkiye’nin Alman bilim insanlarına kapılarını açmasını sağlayan başlangıç noktası olarak değil, zaten devam eden tarihsel sürecin önemli belgelerinden biri olarak değerlendirmek gerekiyor.
Atatürk Ansiklopedisi’ne göre süreç ilerledi ve yabancı profesörlerle ilk sözleşmeler 4 Ekim 1933’te Cenevre’de, Türkiye Cumhuriyeti Bern Büyükelçisi Cemâl Hüsnü Bey’in huzurunda imzalandı.
Tarihsel kaynak: Atatürk Ansiklopedisi – 1933 Üniversite Reformu
1957: İşçi anlaşmasından önce kültür anlaşması
İkinci Dünya Savaşı sonrasında iki ülke arasındaki ilişkiler yeni bir döneme girdi.
Türkiye ile Federal Almanya, kitlesel işçi göçünün başlamasından dört yıl önce, eğitim, bilim ve kültür ilişkilerini anlaşmayla kurumsallaştırdı.
Almanya Dışişleri Bakanlığı’nın resmî kayıtlarına göre, Türkiye Cumhuriyeti ile Federal Almanya Cumhuriyeti 8 Mayıs 1957’de Kültür Anlaşması’nı imzaladı. Bakanlık bugün de bu anlaşmayı Türk-Alman kültür ilişkilerinin hukuki temeli olarak tanımlıyor.
Anlaşma fikir, sanat ve bilim alanlarındaki işbirliğini düzenliyor ve Türk-Alman Daimi Kültür Komisyonu toplantılarını öngörüyordu.
İki ülkenin eğitim ilişkilerinde ayrıca Türk-Alman Karma Eğitim Uzmanları Komisyonu oluşturuldu. Alman Dışişleri Bakanlığı’nın verdiği bilgiye göre bu komisyon, Almanya’daki Türk öğrencilerin eğitimi konusunda düzenli olarak toplandı ve toplantıların sonunda iki taraf ortak protokoller imzaladı.
Kaynaklar:
Almanya Dışişleri Bakanlığı – Almanya ile Türkiye arasındaki kültürel ilişkiler
Almanya Dışişleri Bakanlığı – Kültür Alanında İkili Anlaşmalar
Türk işçileri 1961’den önce de vardı
Bir başka önemli tarihsel ayrıntı ise Türk çalışanların Federal Almanya’ya 1961’de ilk kez gelmemiş olması.
German History in Documents and Images’ın (GHDI) yayımladığı 1961 tarihli belgeye göre Türk işçilerinin yerleştirilmesinin başlangıçta Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen ve Hamburg’da yoğunlaştırılması düşünülüyordu.
Neden?
Çünkü belgede bu bölgelerde zaten önemli sayıda Türk işçisinin çalıştığı ve Alman çalışma kurumlarının bu işçilerle deneyim sahibi olduğu açıkça belirtiliyor.
Üstelik Almanya yalnızca vasıfsız işçi aramıyordu. Belgede tekstil, metal, gıda, gemi yapımı, inşaat ve madencilik gibi sektörler için nitelikli çalışanların Türkiye’den getirilebileceği de belirtiliyordu.
Kaynak: GHDI – Türk işçi göçünün başlangıcı, 1961
1961 başlangıç değil, dönüm noktasıydı
Bu nedenle 30 Ekim 1961, Türklerin Almanya’daki tarihinin başlangıcı değil, bu hareketliliğin kitlesel ve devletler tarafından organize edilen bir göçe dönüştüğü tarih olarak görülmeli.
Almanya’nın işgücüne ihtiyacı vardı.
Türkiye’den yüz binlerce insan gelecekti. Başlangıçta büyük ölçüde geçici düşünülen çalışma hayatı zamanla kalıcı göçe dönüşecekti.
İşçiler kaldı. Aileleri geldi. Çocukları Almanya’da doğdu ve okula başladı. Yeni kuşaklar yetişti.
İşçilerden ve onların çocuklarıyla torunlarından nitelikli çalışanlar, girişimciler, doktorlar, bakım personeli, mühendisler, öğretmenler, bilim insanları, sanatçılar, sporcular ve siyasetçiler çıktı.
1961’den çok önce başlayan Alman-Türk insan hareketliliği böylece birkaç kuşak içinde bambaşka bir boyuta ulaştı.
Ve bizi yedi günlük dosyamızın temel sorusuna getirdi:
Ya gerçekten giderlerse?
Yarın | Bölüm 2/7
Almanya Türkiye’den neden işçi çağırdı?
Ekonomik mucizenin işçiye ihtiyacı vardı: 1961 İşgücü Anlaşması nasıl ortaya çıktı, Almanya ve Türkiye hangi beklentilerle masaya oturdu, işçiler nasıl seçildi, hangi sağlık kontrollerinden geçirildi ve Türkiye’den Alman fabrikalarına uzanan yolculuk nasıl başladı?