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OBJEKTIVNEWS RECHERCHE | 2/7
Warum Deutschland Arbeitskräfte aus der Türkei holte
Das westdeutsche Wirtschaftswunder schuf mehr Arbeitsplätze, als der heimische Arbeitsmarkt besetzen konnte. 1960 standen rund 650.000 offenen Stellen nur etwa 150.000 Arbeitssuchende gegenüber. Die Türkei wiederum kämpfte mit hoher Arbeitslosigkeit und erhoffte sich Devisen sowie berufliche Erfahrungen für zurückkehrende Arbeitskräfte. Am 30. Oktober 1961 regelten beide Länder schließlich die Vermittlung türkischer Arbeitnehmer. Was folgte, war eine streng organisierte Auswahl – von der Bewerbung über die medizinische Untersuchung in Istanbul bis zur Zugfahrt in die deutschen Industriebetriebe.
Recherche und Redaktion: Ramis KILICARSLAN
Das Wirtschaftswunder brauchte Menschen
Die Bundesrepublik erlebte in den 1950er-Jahren einen außergewöhnlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Fabriken produzierten mehr, Bauwirtschaft und Bergbau benötigten Personal, die Industrie expandierte.
Doch Arbeitskräfte wurden knapp. Nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) kamen 1960 auf etwa 650.000 offene Stellen nur rund 150.000 Arbeitssuchende. Deutschland hatte deshalb bereits Anwerbevereinbarungen mit Italien, Spanien und Griechenland geschlossen. Der Bau der Berliner Mauer im August 1961 verschärfte die Situation zusätzlich, weil Arbeitskräfte aus der DDR als Reservoir weitgehend ausfielen.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Deutsch-türkisches Anwerbeabkommen – bpb
Auch Ankara hatte eigene Interessen
Es wäre jedoch zu einfach, die Geschichte so zu erzählen, als habe Deutschland Arbeitskräfte verlangt und die Türkei sie lediglich geliefert.
Nach einer ausführlichen Analyse der bpb ging die Initiative für das deutsch-türkische Anwerbeabkommen auch wesentlich von türkischer Seite aus. Die Türkei litt unter hoher Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Ankara wollte den heimischen Arbeitsmarkt entlasten, erwartete Deviseneinnahmen durch Überweisungen der Beschäftigten und hoffte zugleich, dass Rückkehrer mit neuen beruflichen Kenntnissen zur Modernisierung der türkischen Wirtschaft beitragen würden.
Deutschland brauchte also Arbeitskräfte. Die Türkei wollte Beschäftigungsmöglichkeiten, Devisen und Wissenstransfer.
Die Interessen trafen sich.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
Die Anwerbung türkischer Arbeitnehmer und ihre Folgen – bpb
Istanbul wurde zum Tor nach Deutschland
Noch bevor das endgültige Abkommen am 30. Oktober unterzeichnet wurde, liefen die Vorbereitungen.
Ein zeitgenössisches Dokument, veröffentlicht von German History in Documents and Images (GHDI), zeigt: Bereits zum 15. Juli 1961 wurde in Istanbul eine deutsche Verbindungsstelle eingerichtet, die geeignete türkische Arbeitskräfte für die Bundesrepublik vermitteln sollte.
Anfangs sollte sich die Vermittlung vor allem auf Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg konzentrieren. Der Grund: Dort arbeiteten bereits türkische Arbeitnehmer, und die zuständigen Stellen hatten Erfahrungen mit ihrer Beschäftigung.
Gesucht wurden nicht nur ungelernte Arbeiter. Das Dokument nennt auch qualifizierte Kräfte für Textil- und Metallindustrie, Lebensmittelindustrie, Schiffbau, Baugewerbe und Bergbau. Für ungelernte und angelernte Männer sollten zunächst vor allem größere Gruppen von mindestens 25 Personen vermittelt werden.
Quelle: German History in Documents and Images
Der Beginn der türkischen Arbeitsmigration 1961 – GHDI
Der 30. Oktober 1961
Am 30. Oktober 1961 trafen die Bundesregierung und die türkische Regierung durch einen Notenwechsel die Vereinbarung zur Regelung der Vermittlung türkischer Arbeitnehmer in die Bundesrepublik. Sie trat rückwirkend zum 1. September 1961 in Kraft.
Das Originaldokument zeigt, wie detailliert die Migration staatlich organisiert wurde. Die türkische Arbeitsverwaltung übernahm eine Vorauswahl; die deutsche Verbindungsstelle stellte anschließend unter anderem die berufliche und gesundheitliche Eignung der Bewerber fest.
Die ursprüngliche Regelung ging grundsätzlich von einem zeitlich begrenzten Aufenthalt aus. Deutschland suchte Arbeitskräfte – keine neuen dauerhaften Einwanderer.
Originaldokument:
Deutsch-türkische Vereinbarung vom 30. Oktober 1961 – vollständiger Wortlaut bei bpb
Wer fahren wollte, musste durch die Untersuchung
Für viele Bewerber begann Deutschland nicht mit einem Arbeitsvertrag, sondern mit einer medizinischen Untersuchung.
Die bei der bpb dokumentierten Erinnerungen ehemaliger Arbeitsmigranten vermitteln ein eindrückliches Bild: Blut- und Urinproben wurden genommen, Röntgenaufnahmen erstellt, Augen, Ohren und Zähne untersucht. Narben und körperliche Auffälligkeiten wurden registriert. Die Bewerber mussten sich bis auf die Unterwäsche ausziehen.
Viele Betroffene erinnerten diese Untersuchungen später als besonders entwürdigend. Wer medizinisch nicht akzeptiert wurde, verlor häufig die Hoffnung auf die ersehnte Arbeitsstelle in Deutschland.
Der ehemalige Arbeitsmigrant Ali Başar erinnerte sich gegenüber der bpb daran, dass Augen, Lunge und Herz kontrolliert und sein Körper geröntgt und untersucht wurden. Nach bestandener Prüfung erhielt er seinen Bescheid später per Post. Sein Arbeitsvertrag und sein Visum waren zunächst auf zwei Jahre ausgelegt.
Zeitzeugen und Dokumentation:
„Mit den Peitschenstriemen der Armut kam ich hierher“ – bpb
„Ich kannte doch nur mein Dorf“ – bpb
Millionen bewarben sich – nur ein Teil durfte fahren
Der Wunsch, nach Deutschland zu gehen, war groß.
Nach einer Dokumentation der bpb bewarben sich zwischen 1961 und dem Anwerbestopp 1973 mehr als 2,5 Millionen Menschen aus der Türkei um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland. Nur etwa jeder Vierte wurde genommen.
Wer ausgewählt wurde, verließ häufig zum ersten Mal für längere Zeit seine Heimat. Für viele begann eine Reise ins Unbekannte: eine andere Sprache, ein anderes Land, eine andere Arbeitswelt.
Aus „Deutschland“ wurde in der Türkei für Generationen auch „Gurbet“ – die Fremde.
Quelle:
Von der Fremde zur Heimat – bpb
In Deutschland wartete harte Arbeit
Die angeworbenen Menschen kamen nicht in erster Linie, um die gesellschaftliche Mitte der Bundesrepublik zu verstärken. Sie wurden dort eingesetzt, wo Arbeitskräfte fehlten und die Arbeit häufig körperlich besonders belastend war.
Nach Angaben der bpb arbeiteten rund 80 Prozent der im Rahmen des Abkommens angeworbenen türkischen Arbeitskräfte im Baugewerbe und in der produzierenden Industrie – vielfach unter körperlich schweren Bedingungen.
Sie arbeiteten an Maschinen, in Fabrikhallen, auf Baustellen und in anderen Bereichen der expandierenden westdeutschen Wirtschaft.
Für die Unternehmen waren sie Arbeitskräfte.
Für viele von ihnen selbst sollte Deutschland zunächst nur eine Station sein: einige Jahre arbeiten, Geld sparen und anschließend in die Türkei zurückkehren.
Fast 900.000 kamen – etwa eine halbe Million ging zurück
Zwischen 1961 und dem Anwerbestopp 1973 kamen nach Angaben der bpb insgesamt rund 870.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Türkei nach Deutschland. Etwa eine halbe Million Menschen kehrte im gleichen Zeitraum wieder zurück.
Diese Zahlen zeigen, dass die ursprüngliche Vorstellung einer zeitlich begrenzten Arbeitsmigration keineswegs nur Theorie war. Viele gingen tatsächlich zurück.
Aber Hunderttausende blieben.
Und genau daraus entstand die nächste Phase dieser Geschichte.
Denn die deutsche Wirtschaft stellte bald fest, dass ständig wechselnde Arbeitskräfte auch Nachteile hatten. Unternehmen mussten neue Beschäftigte immer wieder einarbeiten. Gleichzeitig hatten Menschen, die ursprünglich nur für kurze Zeit gekommen waren, begonnen, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen.
1964 wurden zentrale Beschränkungen des ursprünglichen Modells verändert. Später kamen Ehepartner und Kinder. Aus Arbeitsmigration wurde zunehmend Familienmigration.
Aus „Gastarbeitern“ wurden Einwanderer.
Morgen | Teil 3/7
Aus Gästen wurden Einwanderer
Deutschland hatte Arbeitskräfte angeworben, aber Menschen kamen: Warum das Rotationsprinzip gelockert wurde, wie Familien nachzogen, Kinder in Deutschland aufwuchsen, welche Rolle Schule und muttersprachlicher Unterricht spielten – und warum der Anwerbestopp von 1973 die dauerhafte Einwanderung nicht beendete, sondern in mancher Hinsicht sogar verstärkte.
Ya gerçekten giderlerse?
ALMANYA’YA AİT OLDULAR
OBJEKTİVNEWS ARAŞTIRMA | 2/7
Almanya Türkiye’den neden işçi çağırdı?
Batı Almanya’nın ekonomik mucizesi, ülkenin kendi işgücüyle doldurabileceğinden daha fazla iş yarattı. 1960’ta yaklaşık 650 bin açık işe karşılık yalnızca 150 bin civarında iş arayan vardı. Türkiye ise yüksek işsizlikle mücadele ediyor; yurtdışına giden işçilerin göndereceği dövizi ve dönüşlerinde getirecekleri mesleki deneyimi önemsiyordu. 30 Ekim 1961’de iki ülke Türk işçilerinin Almanya’ya gönderilmesini resmen düzenledi. Ardından başvurudan sağlık kontrolüne, İstanbul’daki seçimden Alman fabrikalarına uzanan son derece sıkı bir sistem kuruldu.
Araştırma ve Yazı: Ramis KILICARSLAN
Ekonomik mucizenin işçiye ihtiyacı vardı
Federal Almanya 1950’li yıllarda olağanüstü bir ekonomik büyüme yaşadı. Fabrikalar üretimi artırıyor, inşaat sektörü ve madenler işçi arıyor, sanayi hızla genişliyordu.
Ancak çalışacak insan bulmak giderek zorlaşıyordu. Federal Siyasi Eğitim Merkezi’nin (bpb) verilerine göre 1960 yılında Almanya’da yaklaşık 650 bin açık işe karşılık yalnızca 150 bin civarında iş arayan bulunuyordu.
Almanya bu nedenle daha önce İtalya, İspanya ve Yunanistan’la işgücü anlaşmaları yapmıştı. Ağustos 1961’de Berlin Duvarı’nın inşa edilmesiyle Doğu Almanya’dan gelen işgücü kaynağının büyük ölçüde kesilmesi de ihtiyacı artırdı.
Kaynak:
bpb – Alman-Türk İşgücü Anlaşması
Türkiye’nin de hesabı vardı
Ancak bu tarihi yalnızca “Almanya işçi istedi, Türkiye işçi gönderdi” şeklinde anlatmak eksik kalıyor.
bpb’nin kapsamlı incelemesine göre 1961 anlaşmasının ortaya çıkmasında Türkiye’nin de güçlü bir girişimi ve çıkarı vardı.
Türkiye yüksek işsizlik ve eksik istihdamla karşı karşıyaydı. Ankara bir yandan kendi iş piyasasını rahatlatmayı, diğer yandan Almanya’da çalışanların Türkiye’ye göndereceği dövizden yararlanmayı bekliyordu.
Bir başka beklenti daha vardı: Almanya’da mesleki bilgi ve tecrübe kazanan işçiler ileride Türkiye’ye dönecek ve edindikleri becerilerle ülkenin modernleşmesine katkı sağlayacaktı.
Almanya’nın işçiye, Türkiye’nin ise istihdama, dövize ve bilgi transferine ihtiyacı vardı.
İki ülkenin çıkarları burada kesişti.
Kaynak:
bpb – Türk işçilerinin alınması ve sonuçları
Almanya’nın kapısı İstanbul’da açıldı
30 Ekim 1961’de nihai anlaşma imzalanmadan önce hazırlıklar başlamıştı.
German History in Documents and Images’ın (GHDI) yayımladığı dönemin belgesine göre 15 Temmuz 1961’den itibaren İstanbul’da bir Alman İrtibat Bürosu faaliyete geçti. Büronun görevi Almanya’ya gönderilecek uygun Türk işçilerini seçmek ve işe yerleştirme sürecini yürütmekti.
İlk aşamada işçilerin özellikle Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen ve Hamburg’a gönderilmesi düşünülüyordu. Çünkü bu bölgelerde zaten Türk işçileri çalışıyor ve Alman kurumlarının bu işçilerle ilgili deneyimi bulunuyordu.
Üstelik yalnızca vasıfsız işçi aranmıyordu. Dönemin belgesinde tekstil, metal, gıda, gemi yapımı, inşaat ve madencilik sektörleri için nitelikli işçilerden de söz ediliyordu. Vasıfsız ve yarı vasıflı erkek işçiler için ise başlangıçta en az 25 kişilik büyük gruplar halinde talepler kabul edilecekti.
Kaynak:
GHDI – Türk işçi göçünün başlangıcı, 1961
30 Ekim 1961
Federal Almanya ile Türkiye, 30 Ekim 1961’de nota teatisi yoluyla Türk işçilerinin Federal Almanya’ya gönderilmesini düzenleyen anlaşmayı yaptı. Anlaşma geriye dönük olarak 1 Eylül 1961’den itibaren yürürlüğe girdi.
Orijinal metin göçün ne kadar ayrıntılı biçimde devlet tarafından organize edildiğini gösteriyor.
Türk çalışma kurumları adaylar arasında ön seçim yapıyor, Alman İrtibat Bürosu ise adayların mesleki ve sağlık açısından uygunluğunu değerlendiriyordu.
Sistemin temelinde geçicilik vardı. Almanya o günlerde kalıcı göçmenler değil, belirli bir süre çalışacak işçiler arıyordu.
Orijinal belge:
30 Ekim 1961 Alman-Türk İşgücü Anlaşması – tam metin
Almanya’ya gitmek isteyen sağlık kontrolünden geçiyordu
Birçok aday için Almanya yolculuğunun ilk ciddi aşaması iş sözleşmesinden önce yapılan sağlık kontrolüydü.
bpb’nin yayımladığı tanıklıklar, bu kontrollerin ne kadar ayrıntılı olduğunu ortaya koyuyor.
Adaylardan kan ve idrar örnekleri alınıyor, röntgenleri çekiliyor; gözleri, kulakları ve dişleri kontrol ediliyordu. Vücuttaki yara izleri ve fiziksel bozukluklar kayda geçiriliyor, adaylardan iç çamaşırlarına kadar soyunmaları isteniyordu.
Birçok göçmen yıllar sonra bu muayeneleri yaşadıkları en aşağılayıcı deneyimlerden biri olarak hatırladı.
İlk işçilerden Ali Başar da bpb’ye verdiği tanıklıkta gözlerinin, akciğerlerinin ve kalbinin kontrol edildiğini, röntgeninin çekildiğini ve baştan aşağı muayene edildiğini anlatıyor. Kontrolü geçtikten sonra sonucu postayla aldı. İş sözleşmesi ve vizesi başlangıçta iki yıllıktı.
Tanıklıklar:
Ali Başar’ın Almanya’ya geliş hikâyesi – bpb
Saliha Çukur’un sağlık kontrolü ve yolculuğu – bpb
Milyonlar başvurdu, yalnızca bir bölümü gidebildi
Almanya’ya gitmek isteyenlerin sayısı kısa sürede çok yükseldi.
bpb’nin tarihsel dosyasına göre 1961 ile 1973’teki işçi alımının durdurulması arasında Türkiye’den 2,5 milyondan fazla kişi Almanya’da çalışma izni almak için başvurdu. Yaklaşık her dört başvurandan biri kabul edildi.
Seçilenlerin önemli bir bölümü hayatlarında ilk kez ülkelerinden bu kadar uzun süre ayrılıyordu.
Yeni bir dil, başka bir toplum ve bilinmeyen bir çalışma hayatına doğru yola çıktılar.
Almanya böylece Türkiye’deki milyonlarca insanın zihninde başka bir kelimeyle de özdeşleşmeye başladı:
Gurbet.
Kaynak:
bpb – Von der Fremde zur Heimat
Almanya’da ağır işler bekliyordu
Türkiye’den çağrılan insanların önemli bir bölümü Almanya’da işgücünün en fazla ihtiyaç duyulduğu ve fiziksel yükün ağır olduğu alanlarda çalıştırıldı.
bpb’ye göre anlaşma kapsamında Türkiye’den gelen işçilerin yaklaşık yüzde 80’i inşaat ve üretim sektörlerinde, çoğu zaman ağır fiziksel işlerde çalıştı.
Fabrikalarda, makinelerin başında, şantiyelerde ve sanayinin çeşitli kollarında çalıştılar.
Alman şirketleri açısından onlar işgücüydü.
İşçilerin önemli bir bölümü açısından ise Almanya başlangıçta yalnızca geçici bir duraktı: Birkaç yıl çalışmak, para biriktirmek ve ardından Türkiye’ye dönmek.
Yaklaşık 870 bin geldi, yarım milyonu geri döndü
1961 ile 1973’teki işçi alımının durdurulması arasında Türkiye’den Almanya’ya yaklaşık 870 bin işçi geldi.
bpb’ye göre aynı dönemde yaklaşık yarım milyon kişi yeniden Türkiye’ye döndü.
Bu rakamlar başlangıçtaki geçici işgücü düşüncesinin yalnızca kâğıt üzerinde kalmadığını gösteriyor. Gerçekten de çok sayıda insan çalıştıktan sonra geri döndü.
Ama yüz binlercesi kaldı.
Ve hikâyenin yönünü değiştiren de bu oldu.
Alman şirketleri sürekli yeni işçi getirip yeniden eğitmenin maliyetini görmeye başladı. Türkiye’den gelen insanların bir bölümü ise Almanya’da hayat kurmaya başlamıştı.
1964’te ilk sistemin temel sınırlamalarında değişikliğe gidildi. Sonraki yıllarda eşler ve çocuklar geldi. Aileler oluştu. Çocuklar Alman okullarına başladı.
Geçici olması planlanan işgücü hareketi giderek kalıcı göçe dönüştü.
“Misafir işçiler” artık yalnızca misafir değildi.
Yarın | Bölüm 3/7
Misafir geldiler, kalıcı oldular
Almanya işçi çağırmıştı ama gelenler insandı: Rotasyon sistemi neden gevşetildi, aileler nasıl birleşti, çocuklar Almanya’da nasıl büyüdü, okul ve anadil eğitimi nasıl şekillendi ve 1973’teki işçi alımının durdurulması neden göçü sona erdirmek yerine kalıcılaşmayı hızlandırdı?